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DAK Kinder- und Jugendreport: Im Vergleich zu anderen Städten: Hamburgs Kinder sind häufiger depressiv und übergewichtig

Der Kinder- und Jugendreport der DAK-Gesundheit liefert neue Erkenntnisse über die Gesundheitslage von Kindern in Deutschland. Ein Problem zeigt die Statistik in Hamburg auf: In der Hansestadt leiden Kinder öfter an psychischen Erkrankungen als in anderen Großstädten. Oft als Wechselwirkung mit Adipositas.

DAK Hamburg Studie

Zwischen krankhaftem Übergewicht und Depressionen besteht bei Kindern in Hamburg oft ein Zusammenhang (Symbolbild)

Picture Alliance

In einem kürzlich veröffentlichten Report über die Gesundheitslage von Kindern und Jugendlichen in Deutschland liefert die DAK mit der Universität Bielefeld aktuelle Datensätze über die am weitesten verbreiteten Krankheitsbilder des deutschen Nachwuchses. Die Studie zeigt, dass Krankheiten wie Depressionen oder Rückenschmerzen häufiger bei Kindern vorkommen als in der Vergangenheit. Vor allem in Hamburg sind die Daten über die psychischen Krankheiten vieler Kinder alles andere als positiv.

Für die Studie hat die DAK-Gesundheit Versichertendaten von rund 17.000 Kindern und Jugendlichen in Hamburg ausgewertet. Das Ergebnis: Jedes vierte Kind in der Elbmetropole leidet an einer chronischen Krankheit. Am stärksten verbreitet sind hier Asthma, Neurodermitis sowie entzündliche Darmerkrankungen.

 

Hamburg: Adipositas und Depression bei Kindern stark verbreitet

Der Report zeigt zudem Zahlen zu den Häufigkeiten psychischer Erkrankungen. Im Vergleich zu anderen Großstädten fällt auf, dass Hamburgs Kinder im Durchschnitt häufiger an psychischen Erkrankungen leiden. Zudem gibt es in Hamburg mehr Fälle von Adipositas, von krankhaftem Übergewicht.

Zufall ist das nicht, denn der Report weist einen Zusammenhang zwischen den beiden Krankheitsbildern auf. Die Wahrscheinlichkeit für eine Depression ist bei Kindern mit starkem Übergewicht bis zu dreifach erhöht. Mädchen im Alter von 16 Jahren sind besonders häufig von Depressionen betroffen. Ein Drittel von ihnen erhält Antidepressiva zur Behandlung. 

"Das ist alarmierend": Viele Kinder leiden an Rückenschmerzen

Eine weitere Folge von Bewegungsarmut sind Rückenschmerzen. Eigentlich als typische Volkskrankheit bei Erwachsenen bekannt, nimmt die Anzahl der Kinder mit Rückenschmerzen weiter zu. Beinahe jedes sechste Kind klagt über Rückenprobleme und bekommt eine entsprechende Diagnose gestellt. Für Katrin Schmieder, Leiterin der DAK-Landesvertretung Hamburg ist das ein erheblicher Grund zur Sorge: "Das ist alarmierend, denn frühe Muskel-Skelett-Probleme können im Erwachsenenalter schwere Rückenleiden nach sich ziehen."

Als Reaktion auf den Report will die DAK-Gesundheit die Versorgung von Kindern und Jugendlichen optimieren. Dazu soll vor allem in Präventionskampagnen für mehr Bewegung, gesunde Ernährung und Stressbewältigung investiert werden. Die Krankenkasse zahlt mehr als 15 Millionen Euro jährlich für die Behandlung von Kindern und Jugendlichen in Hamburg.

Quelle: DAK Kinder- und Jugendreport

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fk