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Hut ab!: Fan zahlt fast 500.000 Euro für Filzhut von Indiana Jones - Star-Wars-Requisit will niemand haben

Sammler lieben sie: Requisiten aus legendären Filmen wie "Star Wars" oder "Zurück in die Zukunft". In London versteigerte ein Auktionshaus jetzt den Hut von Indiana Jones zum Rekordpreis.

Nicht ohne meinen Hut: Die Kopfbedeckung von Harrison Ford alias Indiana Jones ist Kult.

Nicht ohne meinen Hut: Die Kopfbedeckung von Harrison Ford alias Indiana Jones ist Kult.

Picture Alliance

Einmal die Jacke von Han Solo aus "Star Wars" tragen oder in Captain Americas Outfit schlüpfen? Requisiten legendärer Filme erfreuen sich bei Sammlern großer Beliebtheit. Für einen Fan ist jetzt ein ganz besonderer Traum wahr geworden: Er ersteigerte den Filzhut von Schauspieler Harrison Ford für sagenhafte 393.600 Pfund (443.000 Euro). Der Hollywoodstar trug sein Markenzeichen als Indiana Jones im Film "Jäger des verlorernen Schatzes". Das Auktionshaus Prop Store hatte in London zur Versteigerung von mehr als 600 Objekten aus 150 Filmen und TV-Shows geladen.

Hut Indiana Jones Harrison Ford

Der Filz-Hut aus dem Film "Jäger des verlorenen Schatzes".

Der Filzhut aus dem Film von 1981 übertraf dabei alle Erwartungen. Der Preis war vor der Versteigerung auf 320.000 Pfund (360.000 Euro) geschätzt worden. Der Käufer kann sich jetzt auf einen handsignierten und ziemlich ramponierten Filz-Muffel freuen. Der Hut war jahrelang das Markenzeichen von Indiana Jones, dem Archäologen und Abenteurer, den Hollywoodstar Harrison Ford in insgesamt vier Teilen verkörperte.

Nicht so erfolgreich war ein anderes Kultobjekt: Das pinke Hoverboard, mit dem Michael J. Fox alias Marty McFly in "Zurück in die Zukunft" über einen See düst. Es erzielte "nur" den festgesetzten Auktionspreis von 30.000 Pfund (34.000 Euro). Ein Ladenhüter war auch die Jacke von "Star Wars"–Held Han Solo, der ebenfalls von Harrison Ford gespielt wurde. Sie erreichte nicht das Mindestgebot von 500.000 Pfund (563.000 Euro). Nach der Versteigerung seien aber noch Anfragen eingegangen, teilte das Auktionshaus mit. 

lau
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?