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E-Sport: Ärger in der Gamer-Szene: Fifa-Profi sorgt für Zeitspiel-Skandal

Die Professionalisierung der E-Sports-Szene schreitet weiter mit großen Schritten voran. Das hat allerdings auch fragwürdige Folgen – davon zeugt der aktuelle Ärger um die unfaire Aktion eines Gamers, die für Aufsehen in der Community sorgt.

E-Sport Fifa

Stand von EA Sports auf der Gamescom in Köln im August 2018: Um das Spiel Fifa 19 gibt es jetzt Ärger in der E-Sport-Szene

Artac Sinoplu ist Profi-Gamer und in der Szene unter dem Nickname "Arti_griezmann" bekannt. Sinoplu belegt zurzeit Platz 22 der Weltrangliste und wird bei der virtuellen Weltmeisterschaft für das Team Rogue, bei dem Star-DJ Steve Aoki Investor ist, antreten. Aber jetzt sorgt er erstmal mit einem handfesten Skandal für Aufsehen.

In den sozialen Medien macht ein Video von Sinoplus Duell gegen den dänischen Spieler "Don Oli" die Runde: Darin spielt "Arti_griezmann" in ausgesprochen unfairer Manier auf Zeit, indem er den Ball ab der 60. Minute nur noch zwischen seinem Torwart und den Verteidigern hin- und herlaufen lässt – immer wieder schlägt der Keeper den Ball auf seinen Vordermann, der ihn zurückköpft. Zusätzlich irritiert Sinoplu den Gegner mit zahlreichen Fake-Abwürfen.

E-Sport: Provokation unter Profi-Gamern

Eine Provokation – allerdings offenbar eine, der sich Sinoplu häufiger bedient. In der Community beschweren sich zahlreiche weitere User, dass sie von ihm bereits auf ähnliche Weise hingehalten wurden.

Das Management des Gamers, KING eSports, hat bereits reagiert und kommentiert die Aktion seines Schützlings via "Bild"-Zeitung folgendermaßen: "Arti hat sich mit der Aktion einen Bärendienst erwiesen. Obwohl er innerhalb des Regelwerks agierte, hat er seinen Siegeswillen über den Fairplay-Gedanken gestellt. Dies entspricht nicht unseren Leitlinien und wurde intern sanktioniert. Er hat sich bei seinem Gegenspieler entschuldigt, von uns die gelbe Karte bekommen und mit 18 Jahren bewiesen, dass er noch nicht ausgelernt hat."

Sinoplu selbst hat sich noch nicht zum Skandal geäußert – mal abgesehen von den beiden lachenden Emojis unter dem Clip, der inzwischen bei Twitter über 627.000 Mal angeklickt wurde.

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tim
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