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The Horse Barber : Das "Game of Thrones"-Logo als Pferde-Frisur? Kein Problem für diese Künstlerin

Ob Game of Thrones oder Picasso – die Britin Melody Hames macht Kunst am lebenden Objekt. Nun wird sie damit zum Star in den sozialen Netzwerken.

Pferde Scheren Horse Barber

Pferdescheren muss nicht langweilig sein: Melody Hames macht auf Wunsch der Kunden auch Muster für "Game oft Thrones"-Fans

Wenn man sich mit einer äußeren Veränderung an etwas erinnern möchte, das aber nicht so lange halten soll wie eine Tätowierung, kann man sich die Haare scheren. Bei Fußball-Großereignissen fallen Spieler wie Ronaldo immer mal wieder durch Muster oder Jahreszahlen im Haaransatz auf. Und was die Friseure der Fußballer können, kann Melody Hames schon seit ihrer Kindheit – nur schert die Britin keine Zwei-, sondern Vierbeiner.

Ihre Liebe zu Pferden und ihr künstlerisches Talent brachten ihr so den Namen "The Horse Barber", die Pferdefriseurin, ein. Ihre Kunstwerke gestaltet die Scher-Expertin immer auf Wunsch der Kunden (in diesem Fall der Pferdebesitzer): So finden sich auf ihrem Instagram-Kanal zum Beispiel Bilder vom Schattenwolf-Logo aus der Serie "Game of Thrones". Einen anderen Klienten verzierte Melody über und über mit Motiven des Malers Picasso. "Alle Muster haben eine einzigartige Bedeutung", sagte die Britin dem Nachrichtensender CNN.

Vom Hobby zum Beruf

Ihr ungewöhnliches Talent entwickelte sie schon als Kind: Ihr geliebtes Pony litt an einer Krankheit, bei der sich das Fell nicht automatisch ablöst und erneuert. Also lernte Melody, es regelmäßig zu scheren. Nach einiger Zeit begannen immer mehr Freunde zu fragen, ob sie nicht auch ihre Tiere scheren wolle und Melody baute ihr eigenes Business auf. Eines Tages fragte eine Kundin dann nach einem kreativen Design. "Ich hatte sowas noch nie gemacht, aber ich sage immer gern ja und mache mir erst später Sorgen", sagt die Britin. Die Kundin stellte das Ergebnis online und Melodys Karriere als Scher-Künstlerin begann.

Schließlich ging sie sogar zwei Jahre nach Amerika und brachte dort anderen Pferdeliebhabern das Scheren bei. Danach setzte sie ihr Ausbildungsprogramm in Großbritannien fort. "Ich will mein Wissen teilen und andere Menschen damit inspirieren", sagt sie heute. Seit sie ihre Bilder auf Social-Media-Kanälen wie Facebook oder Instagram teilt, erzielt ihre Arbeit weltweit Aufmerksamkeit.

Kritik am Scheren

Ein Lieblingsdesign hat die Künstlerin nicht – jedoch gibt es immer wieder besondere Aufträge. So scherte sie im November ein Pferd für die Feierlichkeiten zum 100-jährigen Erinnern an den Beginn des Ersten Weltkrieges. Bis zur Fertigstellung des Designs dauerte es zehn Stunden – Melody scherte dafür zwei Tage.

Doch es gibt auch Kritik an ihrem Job. Einige Tierliebhaber fürchten um die Sicherheit und das Wohlergehen der Pferde. Melody ist sich jedoch sicher, dass es den Tieren gut geht. "Viele Menschen sprechen negativ über das Scheren von Pferden“, sagt sie. "Aber die meisten wissen gar nicht, dass der Großteil der Pferde, die sie im Fernsehen sehen, immer geschoren ist“, so die Expertin. Sie hofft, dass sie ihr Wissen noch an viele Scher-Begeisterte weitergeben kann und das die Kunst des Scherens noch lange Bestand hat.

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lau
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