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Bei Beatsteaks-Konzert: Die Ärzte geben überraschendes Live-Comeback in Berlin

Gerade erst haben Die Ärzte ihre Rückkehr auf die Konzertbühne für 2019 angekündigt. Jetzt sind sie sogar noch schneller zurück als erwartet - zumindest für zwei Songs als Special Guests bei einer befreundeten Band.

Die Ärzte live

Die Ärzte und ihr Sänger Farin Urlaub haben sich als Gäste der Beatsteaks auf der Bühne zurückgemeldet (Archivbild)

Picture Alliance

Eigentlich wollten Die Ärzte ihr Comeback auf der Konzertbühne erst als Headliner bei den Festivals Rock am Ring und Rock am Park 2019 feiern. Umso größer war die Überraschung für 22.000 Fans am Samstagabend beim Konzert der Beatsteaks in der Waldbühne in Berlin: Da betraten plötzlich Bela B., Farin Urlaub und Rodrigo Gonzalez die Bühne und spielten ihre Klassiker "Hurra" und "Schrei nach Liebe".

Der Überraschungsauftritt wurde von den Fans mit ungläubigem Jubel und "Zugabe"-Rufen gefeiert. Eine Twitter-Userin schrieb in Anspielung auf das wegen eines Hörsturzes von Sänger Campino einen Tag zuvor abgesagte Toten-Hosen-Konzert an gleicher Stelle: "Gestern noch sagen #DieÄrzte das @dietotenhosen-Konzert ab, nur um einen Tag später selbst der ganz spezielle Special-Guest der @beatsteaks zu sein!"

Die Ärzte: Special Guests der Beatsteaks

Das Trio waren nicht die einzigen Gäste beim Beatsteaks-Konzert, das laut Sänger Armin Teutoburg-Weiß das größte der Bandgeschichte war: Als Vorband gaben sich die Hamburger Indie-Ikonen Tocotronic die Ehre, auch Deichkind waren zwischendurch mit von der Party, äh, Partie.

tim
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?