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Kommentar

"InstaStories" und Co.: Hört bitte auf zu filmen - eure Smartphones versauen mir das Konzert!

Überall sieht man nur leuchtende Bildschirme und Blitzlicht. Vielen Konzertgängern geht das auf den Keks. Auch unsere Autorin ist genervt und fordert: Packt eure Handys weg!

Auf einem Konzert halten Menschen ihre Smartphones in die Luft

Nehmt beim nächsten Konzertbesuch doch bitte eure Smartphones runter

Getty Images

Drei verdammte Minuten lang hält sie ihr Smartphone hoch. Auf dem Bildschirm kann ich ihre kläglichen Versuche erkennen, näher ranzuzoomen. Sie wackelt rum, dementsprechend sieht auch das Video aus. Auf der Bühne ist noch niemand, es läuft nur ein Video-Intro der Band. Sie filmt also einen Film ab - ähm, hallo?! Irgendwann geben ihre Arme nach. Endlich.

Aber sie ist nicht die einzige. Da sind mindestens noch zehn andere Leute in meinem Blickfeld, die scheinbar das komplette Konzert mit ihrem Handy filmen wollen. Ich stehe dahinter, kann nichts sehen. Während der kompletten Show geht das so. Wenn gerade jemand die Sicht auf die Bühne wieder freigegeben hat, fängt der nächste an. Danke für nichts.

Weg mit dem Smartphone

Leute, ihr seid auf einem Konzert. Genießt das doch einfach. Ich habe nichts gegen ein Erinnerungsselfie oder ein Foto für die Freunde. Aber wer soll sich eure verwackelten, unscharfen Videos denn bitte anschauen?! Schon mal schlechte Mitschnitte auf Youtube angeklickt? Der Ton tut in den Ohren weh. Und bestimmt keiner eurer Freunde möchte zweiminütige Sprachnachrichten bekommen, auf denen man nichts versteht. Schickt ihnen doch einfach ein nettes Foto oder eine Textnachricht, meinetwegen auch ein kurzes Video, und packt dann eurer Smartphone weg.

Auf öffentlichen Veranstaltungen sind in der Regel jede Menge professioneller Fotografen und Filmer, die alles für euch festhalten, falls ihr meint, dass eure Erinnerungen nicht ausreichen. Die Mitmenschen hinter euch werden es euch danken.

Auch viele Stars sind genervt

Mittlerweile gibt es viele Musiker, die zu Beginn ihrer Shows die Fans bitten, keine Fotos und Videos zu machen oder Verbote aussprechen. Ich kann das nachvollziehen. 

"White Stripes"-Sänger Jack White hat kürzlich in einem Interview erklärt, warum auf seinen Konzerten Smartphones weggesperrt werden sollen:

Er habe bei seinen Gigs keine Setlist, sondern reagiere spontan auf das Publikum, sagt er. Mittlerweile sei das schwierig geworden - viele Zuschauer würden keine Reaktion zeigen, weil sie mit ihren Handys beschäftigt seien. "Früher haben wir die Leute gebeten, ihre Smartphones unten zu lassen", erzählt White. "Sie waren begeistert: 'Ja, das ist eine tolle Idee'. Und dann nehmen sie ihre Smartphone runter und fangen an SMS zu schreiben. Sie sind immer noch nicht voll dabei." Er verstehe das nicht, schließlich würde im Kino oder in der Kirche niemand auf die Idee kommen, Textnachrichten zu verschicken oder mitzufilmen.

Das ist doch traurig. Kriegen wir das nicht auch ohne Verbote hin?

Auf dem Nachhauseweg überkommt mich Nostalgie. Wie schön es doch manchmal wäre, wenn es keine Smartphones geben würde. Neben mir sitzen zwei Frauen, die auch gerade vom selben Konzert kommen. Sie schauen sich mit voller Lautstärke ihre Mitschnitte an. Und, wie erwartet: Der Ton ist grausam, man kann kein Wort verstehen. 

Themen in diesem Artikel
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.