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Provokante Aktion: Dieses Video ist kaum auszuhalten: Rapper Tua prangert das Sterben im Mittelmeer an

Für den Rapper Tua ist es "völliger Wahnsinn", dass sich Europa seit Jahren auf zivile Seenotretter im Mittelmeer verlässt. Seiner Fassungslosigkeit verleiht er jetzt mit einer gelungenen Aktion Ausdruck.

Habt ihr euch schon mal vorgestellt, wie es sich für Menschen auf der Flucht anfühlen muss, im Mittelmeer zu ertrinken? Nun, ihr braucht eure Fantasie nicht weiter zu strapazieren, denn der Reutlinger Rapper Tua macht in einem neuen Clip mit drastischen Bildern auf die Realität der Seenotrettung aufmerksam.

Was als offizielles Musikvideo zu seinem Song "Wenn ich gehen muss" beginnt, nimmt dabei eine heftige Wendung. Aber seht selbst:

Wie das Branchenblatt "Werben & Verkaufen" ("W&V") berichtet, wurde der Film für und mit der Besatzung der "Alan Kurdi", dem Schiff der Seenotrettungs-NGO Sea-Eye, gedreht. Das Konzept stamme von der Werbeagentur Jung von Matt.

Tua: Überraschungseffekt gelungen

Es mache ihn wütend, so Tua gegenüber "W&V", "dass Menschen auf der Flucht im Mittelmeer sterben und Europa sich seit vier Jahren auf zivile Organisationen wie Sea-Eye verlässt." Es sei völliger Wahnsinn, dass wir Menschen sterben lassen, die Schutz suchen. "Ich wollte ein Musikvideo machen das man fast nicht aushält – weil die aktuelle Situation nicht auszuhalten ist", so Tua weiter. "Ich möchte auf die Arbeit von Sea-Eye aufmerksam machen und meine Musik und Reichweite nutzen um zu helfen."

In den Kommentaren unter dem Video zeigen sich die User von der gelungenen Umsetzung beeindruckt: "Unfassbar gut auf etwas unfassbar wichtiges hingewiesen!", schreibt beispielsweise Youtuber Fynn Kliemann. "Überraschungseffekt gelungen", heißt es in einem weiteren Kommentar.

In der Kurzbeschreibung zum Clip auf Youtube heißt es über den Song "Wenn ich gehen muss" übrigens, dass er nicht von Tua selbst handele – auch wenn dem Rapper der Text wenige Minuten nach dem Tod seines Vaters gekommen sei, gehe es nicht um Trauer, sondern um Trost, um eine Perspektive: "Er möchte es in den Dienst derer stellen, die es brauchen."

tim
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