HOME

Singledasein: Warum es schön ist, allein zu wohnen

Jeder, der schon einmal alleine gewohnt hat, kennt es: Es gibt Dinge im Leben, bei denen ist es schöner, keine Zuschauer zu haben. Die New Yorker Künstlerin Yaoyao Ma Van As hat diese Momente in ihren Illustrationen eingefangen.

Beim Duschen ausgefallene Haare zählen und mit ihnen ominöse Bilder an die Duschwand malen

Beim Duschen ausgefallene Haare zählen, und mit ihnen ominöse Bilder an die Duschwand malen - ok, das ist vielleicht nicht für jeden die naheliegendste Beschäftigung in den eigenen vier Wänden - aber mit einem Mitbewohner wohl noch deutlich seltsamer. Ob nun Haare an der Wand oder nicht: Einfach mal exzessiv Duschen, ohne Zeitdruck oder schräge Blicke, wenn es mal wieder länger gedauert hat, gehört definitiv zu den Vorteilen des Alleinelebens.

Ob als Single oder in einer Beziehung: Es gibt Situationen, in denen die eigenen vier Wände Gold wert sind. Die New Yorker Künstlerin Yaoyao Ma Van As fasst in ihren Bildern die kleinen Alltagsmomente zusammen, die man nur alleine wirklich genießen kann - oder bei denen man lieber keine Zeugen haben will - Momente wie nächtliche Kühlschrank-Raubzüge, stundenlanges Seriengucken mit Fastfood und Schlabberlook und niemand, der sich an Dingen wie langen Haaren im Bad stört.

Yaoyao Ma Van As hat im Januar mit ihrer Serie begonnen, die sie nach und nach auf ihrem Instagram-Account veröffentlicht. Sie wolle einfach mal wieder etwas für sich selbst tun, sagt sie. Als Zeichnerin in der Animationsindustrie sei das nämlich in den letzten Jahren auf der Strecke geblieben. "Zuerst wollte ich wieder mehr Zeichenroutine bekommen, habe dann aber schnell gemerkt, dass ich mit jeder dieser Zeichnungen eine ganze Geschichte erzählen kann", erzählt die Illustratorin. Dabei gewährt sie tiefe Einblicke in ihren Alltag. "Ich habe begonnen, immer mehr Szenen aus meinem Leben zu zeichnen, und dabei war es mir egal ob es nun Erinnerungen, mein aktueller Gemütszustand oder Zukunftsträume sind." Inzwischen sind weit über 100 Bilder zusammengekommen. Ihre Follower sind begeistert. Gerade weil sich jeder so gut in den Alltagssituationen wiedererkennen kann.

tyr
Themen in diesem Artikel
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?