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Tag der Blockflöte: Musikalische Früherziehung aus der Hölle: Meine Kindheit als Blockflötenspielerin

Kein Instrument ist wohl so verhasst wie die Blockflöte – und trotzdem hatte gefühlt die Hälfte schon mal eine im Mund. Unsere Autorin hat jahrelang Unterricht gehabt und ALLES gegeben, um ihn zu umgehen. Zum Tag der Blockflöte erinnert sie sich an diese Leidenszeit zurück.

Tag der Blockflöte

Nein, das ist kein Kinderfoto von unserer Autorin mit ihrer Blockflöte. Leider.

Getty Images

Ich nehme noch mal ordentlich Schwung. Ich will höher. So hoch es geht. Meine Beine wedeln durch die Luft. Langsam wird es richtig anstrengend. Aber mein Vorgehen ist dringend, da braucht es richtigen Körpereinsatz. Oh Mann, das ist aber schon ganz schön hoch jetzt ... Ich traue mich nicht so richtig, schwinge lieber noch ein paar Mal hin und her. Jetzt aber! Nein, jetzt! Los, sonst wird das nix! Ich löse meine Hände von den blauen Seilen und fliege durch die Luft. Der Aufprall ist hart, aber nicht hart genug. Meinen Füßen geht es bestens. Mist! 

Eine meiner Klassenkameradinnen hatte sich beim Springen aus der Schaukel den Mittelfuß gebrochen und musste damit ins Krankenhaus. Das wollte ich auch. Denn das war mein heimlicher, allwöchentlicher Versuch, nicht zum Blockflöten-Unterricht zu müssen. Ja, ich weiß, das klingt ziemlich krank. Und ich hätte meiner Mama auch einfach sagen können, dass ich nicht mehr hingehen will – dass Blockflöte spielen irgendwie nicht mehr so cool ist, wenn man älter als sieben Jahre ist. Sie hätte es wahrscheinlich schade gefunden und mich dann abgemeldet. Aber ich war und bin noch heute ein Mensch, der schlecht Nein sagen kann, der Konflikten lieber aus dem Weg geht. Und der nicht so gerne aufgibt. Da muss man halt zu drastischen Mitteln greifen.

Blockflöte spielen ist ja gar nicht sooo schlimm

Dabei muss ich sagen, dass ich das Spielen der Blockflöte an sich gar nicht sooo schlimm fand. Nein, ich fand es toll, Noten lesen zu können und Melodien spontan mitspielen zu können (mein Favorit war "My Heart Will Go On"). Aber diesen Zwang, jede Woche an einem festen Tag abends irgendwo hin zu müssen, habe ich einfach gehasst. Hinzu kommt natürlich das ständige Üben ... trotzdem habe ich immer weitergemacht, neben der "normalen" Sopran- noch Alt- und Tenor-Blockflöte gelernt. Fünf Jahre meines Lebens. Klingt ganz schön masochistisch ...

Zum Unterricht bei einer pensionierten Musiklehrerin bin ich immer mit einer Freundin gegangen. Wir wohnten in der selben Nachbarschaft und mussten auch nur eine Straße weiter zum Haus der Frau laufen. Alles easy. Und jedes Mal auf dem Weg dorthin beichteten wir uns gegenseitig, dass wir das mit dem Üben die letzten Tage mal wieder nicht so genau genommen hatten. Aber irgendwie war meine Freundin immer viel besser darin, das zu verschleiern. Und so wurde sie in dem dunklen alten Wohnzimmer jedes Mal gelobt, wie toll sie geübt hatte – und ich wurde angemeckert, dass ich mich mehr anstrengen soll. Und das auch, wenn ich geübt hatte und sie nicht. Vielleicht war sie einfach talentierter ...

Flötenkonzert im Altenheim

Weil die Standpauke jede Woche nicht Demütigung genug war, hatten wir regelmäßig Auftritte im örtlichen Altenheim: Osterkonzert, Nikolauskonzert, Weihnachtskonzert ... ja, alte Leute mit den eigenen Flötenkünsten zu erfreuen, ist natürlich schön. Trotzdem habe ich vor jedem Auftritt Lampenfieber aus der Hölle gehabt. Und es gibt garantiert Cooleres, als den Schulfreunden sagen zu müssen: "Tut mir leid, ich habe Sonntag leider keine Zeit. Ich flöte alten Menschen was vor."

Auch schön: vor der heiß ersehnten Bescherung an Heiligabend jedes Mal ein Privatkonzert für die eigene Familie geben zu müssen. Wenn Mama, Papa und Oma begeistert vor dir stehen und noch ein paar Weihnachtshits hören wollen – wer kann da schon Nein sagen? Als meine Schwester später in meine Fußstapfen trat und ebenfalls zum Blockflöten-Unterricht bei der selben Frau mit der kleinen Schwester meiner Flöten-Freundin ging, gab's dann auch noch ein mehr oder weniger klangvolles Duett. "Sooo schön!" 

Danke, Mama! Aber trotzdem ...

Ja, musikalische Früherziehung bei Kindern ist toll (danke, Mama!). Und die Blockflöte ist sicher ein optimales Instrument, um damit anzufangen. Doch leider kann man mit einer Blockflöte später weder am Lagerfeuer punkten noch beim Date prahlen. Blockflöte kann irgendwie halb Deutschland spielen – und wahrscheinlich hat das ganze Land den Weg dorthin so sehr gehasst wie ich. 

Ich muss wohl nicht extra erwähnen, dass das mit der Schaukel kein einziges Mal geklappt hat. Zum Glück. Es gab noch ein paar halbherzige Versuche, im Frühsommer eine Erkältung zu bekommen, aber die sind nicht der Rede wert. Ich weiß gar nicht mehr genau, wie es dann dazu kam, dass ich trotzdem nicht als blockenflötenspielende Erwachsene endete. Wahrscheinlich hat meine Freundin einfach gesagt, sie will nicht mehr. Und ich bin dann einfach mit abgesprungen. Dieses Mal erfolgreich. 

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Themen in diesem Artikel
Betruf beim Autokauf
ich habe letztem September ein gebrauchtes Auto gekauft und nach einem Monat habe ich wegen Servolenkung mein Auto bei ADAC abgescleppt lassen. (Damals hat die Servolenkung plötzlich ausgefallen und ich hätte mit Straßenbahn einen Unfall bekommen. Damals habe ich versuchte mit meinem Verkäufer zu kontaktieren. Leider hat er 3 Wochen Urlaub gemacht und habe ich mein Auto bei einer Werkstatt repariert hat und das kostet ungefähr 90 Euro und musste ich für ADAC mehr bezahlen. (Da meinte Meister, dass wegen Betteriepol meine Servolenkung ausgefallen hat.) aber nach 1 Tag ist dieses Problem wieder passiert und Bremeschalter auch kaputt gegangen ist und habe ich dafür 252 Euro bezahlt. Da war der Verkäufer imemrnoch im Urlaub. Nach seinem Urlaub habe ich mein Auto mitgebracht und er hat mir gesagt, dass wenn ich für Erstazteil(Servolenkung) bezahle, dann kann er mein Auto reparieren. (Das kostet ungefähr 50 Euro). Aber er konnte eine Teil von meinem Auto nicht finden und mit anderer Teil(verschidenen Artikelnummer) mein Auto repariert und er meinte, dass wenn ich wieder dieses Problem hätte, repariert er wieder mit richtiger Teil und wieder nach 1 Tag ist dieses Problem wieder passiert und habe ich mein Auto wieder mitgebracht. Aber er hat noch nicht die Servolenkung für mein Auto gefunden und er meinte, dass ich auch bei Ebay oder irgendwie die Teil suchen soll. Aber wenn ich wieder darüber telefoniert habe(weil ich leider nicht richtige Artikelnummer von meinem Auto kenne), hat er mir einfach gesagt, dass er einfach damals gar nicht repariert hat und d.h mein Auto wurde immernoch meine richtige ausfallende Teil eingebaut und er meinte, dass ich selber die Teil finden muss... Das ist echt scheiße. Deswegen habe ich die Servolenkung selber gekauft(200 Euro) und selber ausgetauch. Da ich nicht mehr dem Verkäufer vertrauen konnte. jzt alles wieder in Ordnung. Und letzte Woche habe ich Bremseleläge selber gewechselt da habe ich anderes Problem gefunden. Als ich hinten Bremsbeläge ausgebaut habe, habe ich ganz viel Problem gemerkt. Die Korben war festgeklebt im Zylinder deshalb Bremsbeläge einfach abgebrochen hat. Ich denke das ist sehr gefährlich.. Und Nach dem Rapatur von Hintenbremse kann ich nicht mehr schlechte Geräuch hören.. Dieses Geräuch hat auch als ich dieses Auto erstes Mal mitgenommen habe gehört, dachte ich, wegen ABS. Aber das war auch nicht.. Ich denke er hat total kaupttes Auto verkauft und gar nicht verantwortlich.. villeicht hat er mich ganz einfach unterschätzt weil ich ein Ausländer bin nicht so fließend Deutsch sprechen kann... In dem Fall was kann ich machen? Soll ich einfach anzeigen?
Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.
Füllhorn Rente 63 ?
Wer 2018 NEU in den Ruhestand ging a) und die „abschlagsfreie Rente 63“ mit mindestens 45 Versicherungsjahren kassierte, erhielt im Schnitt 1265 Euro monatlich, 1429 Euro (als Mann) bzw. 1096 Euro (als Frau) RENTE. b) und wer die „normale“ Altersrente kassierte, erhielt monatlich im Schnitt 950 Euro, 1080 € (als Mann) bzw. 742 Euro (als Frau) RENTE. Nach Adam Riese bedeutet das, das erst Zeiten ab dem 18. LJ für die Rentenversicherung gewertet werden, dass männliche Nicht-Akademiker über 45 Arbeitsjahre hinweg mehr als 25 Euro monatlich pro Stunde verdient haben müssten. sprich: ab 1973 ! (zu DM-Zeiten 50 DM Stundenverdienst ! ... als Nicht-Akademiker ??) Meine Erfahrung ist, dass man mit 18 zur Armee musste und das anschließende Studium frühestens im 25 LJ beenden konnte -- also in 1981 ! (25 + 45 = 70. LJ mit Altersrente ohne Abzüge). Ergebnis: erst in 2026 könnten vergleichbare Akamdemiker (nach 45 Vers.Jahren) in VOLLE Rente gehen. PS: Nach Rechnung der „Die Linke“ bräuchte man über 37 Jahre hinweg einen Stundenverdienst von mind. 14,50 Euro (29 DM), um NICHT auf die „Grundsicherung für Altersrentner“ angewiesen zu sein; also den statistischen Wert von 800 Euro mtl. Rentenbezug zu überschreiten. Wer erkennt den Zaubertrick der „abschlagsfreien Rente 63“ ? Wer kennt den Zaubertrick, in weniger Zeit, mit weniger Ausbildung, maximale Top-Renten-Ergebnisse zu erzielen ? (welches nicht einmal die gierigsten Börsenbanker und Versicherungsmakler in einer Demokratie für realisierbar hielten) ?