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Reddit-Geschichte: Frau möchte Auto kaufen – und erfährt die Überraschung ihres Lebens

Eine junge Mutter aus den USA sucht in einem Autoportal nach einem Wagen. Als sie ein passendes Angebot findet und die Verkäuferin anschreibt, kann sie ihren Augen kaum trauen.

USA: Frau will Auto kaufen – und erfährt die Überraschung ihres Lebens

Eine Frau aus den USA hatte nur ihr Interesse bei der Besitzerin eines VW Jettas angemeldet – und wurde daraufhin völlig überrascht

Picture Alliance / DPA

Wer auf Autoportalen schon einmal nach einem neuen Wagen geguckt hat, weiß wie mühselig eine solche Suche sein kann: Es fängt mit dem eigenen Budget an, also mit der Frage "Was kann ich mir überhaupt leisten?", geht weiter mit dem Einschätzen des Angebots ("Soll ich da zuschlagen oder bereue ich das später?") und endet mit der Verhandlung mit dem möglichen Verkäufer. Im Fall einer jungen Frau aus den USA endete dieser letzte Schritt nun damit, dass ihr das angebotene Auto geschenkt wurde.

Der Reihe nach: Die Frau des Reddit-Users JeffTrav hatte sich ein neues Auto gekauft. Deshalb wollte sie ihren alten dunkelblauen VW Jetta, Baujahr 2005, im guten Zustand, loswerden. Zunächst dachte sie, den Wagen kostenlos auf einem Autoportal anzubieten. Allerdings riet ihr ihr Mann davon ab. Schließlich würden sich so Leute bei ihnen melden, die eigentlich kein neues Auto bräuchten. Aus diesem Grund boten sie den Wagen für 1200 Dollar (zirka 1060 Euro) im Netz an. Die Idee: Wer in dieser Preisklasse nach einem Fahrzeug sucht, braucht vermutlich "nur" ein Auto.

"Das fühlt sich wie ein Traum an!"

Kurz darauf meldete sich eine junge Mutter bei der Frau des Reddit-Users. Sie meldete ihr Interesse an. Allerdings hatte sie eine Bitte: "Würden Sie das Auto für mich vielleicht eine Woche blockieren? Ich brauche dringend ein Auto, warte aber noch darauf, dass ich mein Steuergeld bald bekomme." Den Wunsch erfüllte die Frau ihr zunächst nicht. "Sorry, ich habe schon jemandem gesagt, dass ich das nicht mache", antwortet sie ihr.

Die junge Mutter zeigte sich verständnisvoll, erzählte ihr daraufhin aber, wie schwer es für sie ist, etwas Passendes zu finden. "Ich leihe mir schon das Auto meiner Mutter aus. Nur ist es alles andere als einfach, sie zur Arbeit, meine Kinder zur Vorschule zu fahren – und dann auch noch selbst pünktlich bei meinem Job anzukommen. Aber ich kriege das irgendwie hin."

Ein Umstand, der bei der Verkäuferin offenbar einen Nerv traf. Sie entschied sich, der jungen Mutter das Auto zu schenken. Die dachte zunächst, die Frau mache einen Scherz. "Nein, ich veräpple dich nicht. Ich brauche es nicht. Ich habe jemanden gesucht, der es wirklich braucht", versicherte die Verkäuferin der jungen Mutter. Und die war völlig überwältigt. "VIELEN DANK. Bist du echt? Das fühlt sich wie ein Traum an!"

USA: Reddit-Nutzer sind hin und weg

Den Screenshot jenes Chat-Verlaufs postete der Mann der Besitzerin des VW Jettas, JeffTrav, anschließend in der Online-Community Reddit. Er schrieb dazu: "Meine Frau versucht, ein Auto zu verkaufen." Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. Hunderte Nutzer lobten seine Frau wortwörtlich in den Himmel. Einige sagten, sie sei ein Engel. Andere fanden, es sei die schönste Geschichte, die sie seit Langem gehört hätten – und wollten deshalb Updates, wie die Übergabe verlief.

Dem kam JeffTrav nach. Er erzählte, dass sich die neue Besitzerin gefreut habe. "Sie hat meine Frau sogar umarmt. […] Wir haben ihr für die Anmeldung sogar etwas Geld im Handschuhfach gelassen", schreibt er. Offenbar hatten die Reddit-User damit Recht, dass seine Frau ein Engel sei.

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Themen in diesem Artikel
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?