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Planned Parenthood: Wer sich zu sehr schämt, kann diesem Chatbot nun alle möglichen Sexfragen stellen

Eigentlich gibt es beim Thema Sexualität keine peinlichen Fragen. Trotzdem sind die meisten eher schüchtern, wenn es um Geschlechtskrankheiten, Verhütung und den eigenen Körper geht. Abhilfe schafft nun ein neuer Chatbot namens "Roo" von Planned Parenthood.

Planned Parenthood: Chatbot beantwortet Sexfragen

Wer bei Sexfragen eher schüchtern ist, kann jetzt einen Chatbot von Planned Parenthood um Rat fragen

Getty Images

Jaja, eigentlich sollte auch beim Thema Sex die Devise gelten: Es gibt keine blöden Fragen, nur blöde Antworten. Aber wie das meistens nun mal ist, traut man sich dann doch nicht, den Arzt zu fragen, ob dieses und jenes normal ist oder die Freunde, ob sie schon mal eine Geschlechtskrankheit hatten. Besonders im Teenager-Alter sind einem solche Fragen peinlich und man möchte dabei niemandem ins Gesicht gucken müssen. Also wird gegoogelt was das Zeug hält. Bis man die vermeintliche Gewissheit hat: entweder todkrank oder schwanger.

Chatbot "Roo" ist anonym und verlässlich

Statt in den Abgründen von semi-professionellen Foren zu wühlen, kann man nun auch ganz einfach einen Chatbot fragen. "Roo" beantwortet Fragen rund um Sexualität, Masturbation, Schwangerschaft, Körper und Beziehung. Allerdings funktioniert er nur auf dem Handy und bis jetzt gibt es ihn nur auf Englisch. Ins Leben gerufen wurde er von der Non-Profit-Organisation Planned Parenthood, die sich rund um die Aufklärung in den Bereichen Sexualmedizin, Gynäkologie und Familienplanung kümmern. Sie ist Mitglied im selben Verband, zu dem in Deutschland Pro Familia gehört. 

Planned Parenthood: Chatbot "Roo" beantwortet Sexfragen

"Roo" funktioniert nur mobil

neon.de

Eigentlich richtet sich der einzigartige Chatbot an junge Menschen zwischen 13 und 17 Jahren, doch Menschen aller Altersgruppen können ihn nutzen. "Planned Parenthood hat Teenager nach ihren Wünschen und Bedürfnissen gefragt und ihr Online-Verhalten studiert, um 'Roo' zu entwickeln", sagt Ambreen Molitor, Senior Director bei Planned Parenthoods "Digital Products Lab" im Interview mit dem Online-Magazin "Broadly". Das Ergebnis: Ein anonymer aber verlässlicher Ansprechpartner sei ihnen besonders wichtig. 

Planned Parenthood arbeitet mit künstlicher Intelligenz

Die künstliche Intelligenz hinter "Roo" entwickelt sich weiter, je mehr Menschen den Chatbot benutzen, sagt Molitor. Ist eine Frage zu kompliziert, sagt er es einfach. "Es ist ein neues Produkt – dazu gehört, dass wir nicht alle Antworten haben können, bis nicht genug Menschen es ausprobiert haben", sagt Molitor. Für den Fall, dass man doch lieber mit einem echten Menschen sprechen möchte, sind übrigens auch Gesundheits-Pädagogen zur Stelle, mit denen man anonym chatten kann. Ganz ohne persönlichen Kontakt geht es dann doch (zum Glück) noch nicht.

Ruth Westheimer im Interview

Genutzte Quellen: Broadly / Planned Parenthood

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