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Interview

NEON Lovestorm: Urlaub ohne Angst: Dieses Pärchen will sich nicht verstecken müssen

Schief angeguckt werden, weil zwei Männer gemeinsam in ein Hotel einchecken? Für Karl Krause und Daan Colijn leider in manchen Orten auf der Welt immer noch Realität. Auf ihrem Blog "Couple of Men" geben sie Tipps, die LGBT-Pärchen das Reisen frei von Diskriminierungen ermöglichen soll.

Couple of Men: Karl und Daan geben schwulenfreundliche Reisetipps

Wie seid ihr dazu gekommen, auf "Couple of Men" über eure Reisen zu bloggen? 

Karl: Das alles begann vor sechs Jahren als wir uns in Berlin kennengelernt haben. Große Liebe, immer noch. Seit zwei Jahren bloggen und schreiben wir gemeinsam.

Daan: Karl hat mich mit dem Reisefieber angesteckt. Er ist schon damals viel gereist. Ich bin nur manchmal für die Arbeit gereist. Wir haben dann angefangen, die restliche Welt zusammen zu entdecken.

Karl: Das Schönste daran ist natürlich, dass wir unsere gemeinsamen Erfahrungen teilen können.

Warum steckt ihr so viel Herzblut in eure Arbeit?

Daan: Wir halten es für wichtig, dass wir uns in den Orten, an die wir reisen, nicht verstecken müssen. Wir müssen ja gar nicht die ganze Zeit mit der Regenbogenfahne rumlaufen. Aber wir möchten uns zumindest an den Händen halten können oder im Hotel einchecken können, ohne dass jemand komisch guckt, wenn wir nach einem Doppelbett fragen. Ich denke, dass war auch einer der Gründe, warum wir das Gefühl haben, es ist gut, solche Dinge zu teilen. Wir wollen Orte erkunden, die für schwule Paare oder LGBT-Paare sicher sind, die sich entspannt anfühlen und wo man Spaß haben kann.

Schwulenfreundlicher Reiseblog

Couple of Men: Karl und Daan geben schwulenfreundliche Reisetipps

neon.de

Karl: Es mag vielleicht ein bisschen komisch klingen, dass man im Jahr 2019 in einigen Hotels beim Einchecken kein Doppelzimmer bekommt, weil man mit zwei Männern anreist. Aber das passiert leider immer noch. Auch bei großen Luxushotels. Leider. Wir hatten letztes Jahr mit einigen unserer Follower und Leser längere Diskussionen darüber, dass das immer noch passiert. Das ist nur ein kleines Beispiel dafür, warum wir das hier machen. Uns geht es vor allem darum, zu zeigen: Wo können wir, zwei Männer, die sich lieben, Urlaub machen oder reisen, ohne, dass wir Angst haben müssen, ohne, dass wir benachteiligt werden. Wir wollen einfach nur die schönste Zeit im Jahr genießen können. Ich denke, wenn wir dazu ein Stück beitragen können, das zu verbessern, dann ist das das Größte, was wir mit unserem Blog "Couple of Men" und unserem Instagram-Account erreichen können.

Das ist aber natürlich nur ein Teil unserer ganzen Bloggerei. Wir fahren natürlich auch gerne zu Gay Prides oder CSDs und unterstützen die LGBQ-Community vor Ort. Wir schwenken auch unsere Fahne und haben unser komplettes Regenbogen-Outfit immer dabei. Es geht darum, um gleiche Rechte zu kämpfen und dafür aufzustehen.

Daan: Natürlich gehen wir gern auf die großen Gay Prides, weil die immer großen Spaß machen. Aber wir unterstützen auch gerne kleinere Events, um zu zeigen: Hey Leute, wir finden es super, was ihr in dieser Stadt macht und wir unterstützen euch. 

Wie geht ihr mit homophoben Kommentaren um?

Daan: Wir sind im Internet, also natürlich gibt es schreckliche Menschen, die einfach sagen, was auch immer sie denken oder einfach unhöflich sind. Wir haben aber eigentlich Glück, denn wir bekommen nicht allzu viele Hass-Kommentare. Manchmal bekommen wir diese "Kotz"-Emojis oder Leute, die kommentieren: "Das ist so schwul." Ich würde gern zurückschreiben: Ja du hast recht, das ist ziemlich  schwul. Warum guckst du dir das an? Was willst du uns sagen?

Was war euer bisher schlimmster Shitstorm und wie seid ihr damit umgegangen? 

Karl: Einen richtigen Shitstorm haben wir noch nicht erlebt. Das Schlimmste, was wir erlebt haben, war, dass jemand eins unserer Fotos geklaut hat, um damit mit einem Fake-Profil über pädophile Menschen und über pädophile Neigungen in der LGBT-Community zu posten bzw. zu twittern.

Daan: Genau, die haben positive Nachrichten über die LGBT-Community gepostet und das in Verbindung mit Pädophilie gebracht.

Karl: An sich wäre so ein Troll nicht wirklich ein Problem, wenn nicht hochrangige Politiker aus den USA diese Posts gebraucht hätten, um ihre Meinung gegen LGBT, gegen Schwule zu untermauern. Natürlich auch eine schwache Leistung der Politiker, das nicht zu prüfen. Wir wurden von NBC News, von dem Nachrichtensender aus New York, angeschrieben und um ein Interview gebeten. Wir haben versucht alles zu erklären und auch auf unserem Blog dazu Stellung genommen. Wir finden schon das dass ein sehr heikles Thema gewesen ist.

Aus eurer Sicht: Welchen Einfluss habt ihr auf eure Follower?

Karl: Wir sehen und spüren, dass wir einen sehr inspirierenden Einfluss auf unsere Follower haben. Zum Einen werden gleiche Fotomotive gerepostet mit dem Hashtag "Vielen Dank für die Inspiration, Couple of Men". Oder wir bekommen Fotos geschickt auf Facebook, wenn unsere Follower in einem der Restaurants, die wir empfohlen haben, essen gehen. Das ist auch so ein Herzanliegen, dass wir das Schöne, was wir erleben, teilen können.

Daan: Viele Leute wollen auch einfach gute Tipps bekommen. Gute Tipps für eine Reise nach Amsterdam oder nach Costa Rica.

Was ist das Schönste, was euch von einem eurer Follower bisher gesagt wurde?

Karl: Das schönste Kompliment für uns ist immer, wenn wir auf der Straße erkannt werden oder Leute treffen, die unseren Account kennen und wir gesagt bekommen, dass wir genauso aussehen und genauso lieb rüberkommen, wie wir auf Instagram rüberkommen. Ich glaube, das ist das schönste Kompliment, was man uns machen kann, dass wir so sind, wie wir sind.

Schau dir auch den NEON Lovestorm mit Sex-Youtuberin Adina Rivers an:

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(