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NEON Lovestorm

Inspiration: Von wegen "heuchlerischer Öko-Blogger": Darum zählt in Sachen Nachhaltigkeit jeder Schritt

Youtuberin Mia Marjanovic bloggt unter dem Namen "heylilahey" seit knapp neun Jahren über Nachhaltigkeit, faire Mode und Naturkosmetik. Immer wieder muss sie sich der Kritik stellen, scheinheilig zu sein. Sie findet: Jeder noch so kleine Schritt zählt! Der NEON-Lovestorm mit Mia Marjanovic.

Hasskommentare und sogenannte Shitstorms sind im Netz leider allgegenwärtig. In der neuen NEON-Serie "Lovestorm" wollen wir das Positive aus den sozialen Netzwerken in den Vordergrund rücken. Wir stellen euch ab sofort jeden Montag herausragende Persönlichkeiten vor, die mit ihrem Engagement einen Unterschied in dem sonst so oberflächlichen Instagram-Kosmos machen. Unter dem Hashtag #happymonday und #mondaymotivation legen wir unseren Leser damit Kanäle ans Herz, die inspirieren, mitreißen oder uns ein bisschen schlauer machen.

Unter dem Namen "heylilahey" bloggt und vloggt Mia Marjanovic seit 2010 über nachhaltiges Leben. Sie versucht, ihre Follower über ihr persönliches Kauf- und Konsumverhalten zum Nachdenken zu bringen. Dabei propagiert die Wahl-Berliner keineswegs einen zu hundert Prozent nachhaltigen Lebensstil. Sie findet: Jeder kleine Schritt zählt.

Wer bist du und worum geht es auf deinen Online-Plattformen?

Hallo ich bin Mia. Ich wohne in Berlin und ich berichte auf meinem Blog "heylilahey“ und meinem Youtube-Kanal über Naturkosmetik, Fair Fashion und Nachhaltigkeit.

Was nervt dich an der Social-Media-Welt – und was liebst du an ihr?

Was mich an der Social-Welt nervt, ist dass man wirklich sehr viel am Handy hängt. Das nervt mich wirklich sehr. Ich versuch das stark zu reduzieren und nicht so viel am Handy zu hängen. Auch wenn es eigentlich mein Job ist und ich deshalb auch eine gewisse Zeit am Tag am Handy verbringen muss. Generell versuch ich es aber im privaten Leben zu reduzieren und mich mehr auf Offline-Erlebnisse zu konzentrieren und weniger auf Online-Erlebnisse. Zum Beispiel einfach mal irgendetwas genießen und keine Fotos zu machen. Das war für mich nicht ganz so normal als Blogger. Das hab ich in letzter Zeit geändert, dass ich auch manchmal bewusst sag, ich lass die Kamera zuhause. Mach davon jetzt kein Foto. Dann gibt es halt kein perfect Instagram Foto, was irgendwie 1000 Likes erzieht. Sondern ich hab das einfach nur für mich. Das ist mein Erlebnis. Oder für mich und Freunde. Was ich aber sehr mag ist eben dieser Austausch mit Gleichgesinnten. Das macht mir sehr viel Spaß und dass ich neue Leute kennenlerne und einfach so viele Möglichkeiten habe, so viele Sachen zu lernen. Außerdem finde ich es klasse, wenigstens ein bisschen was verändern zu können über meine ganzen Kanäle. Die Leute zum Nachdenken zu bringen und vielleicht ihnen dabei helfen, über ihre Konsum- und Kaufentscheidungen nachzudenken.

Was war dein bisher größter Shitstorm und wie bist du damit umgegangen?

Ich hatte jetzt noch nicht den einen großen Shitstorm, aber was immer wieder kommt, ist so ein bisschen die Kritik daran, dass ich oder auch andere Öko-Blogger heuchlerisch sind. Das heißt, dass wir vielleicht eine Sache vorstellen, zum Beispiel Zero-Waste-Waschmittel, aber dann nicht 100 Prozent Zero Waste leben. Also sobald man irgendein Thema anspricht, Veganismus, Nachhaltigkeit, Zero Waste, weniger Fliegen, man es aber nicht ganz perfekt macht, dann kommen die richtig krassen Kritiker. Ich finde es ja okay darüber zu reden über diese Themen. Ich hab persönlich auch immer ein schlechtes Gewissen. Deshalb lasse ich das auch nicht einfach an mir abprallen. Ich mach mir da sehr viele Gedanken und ich find auch so einen Austausch super und auch konstruktive Kritik oder ehrlich gemeinte Fragen. Aber wenn es nur so ein Bashing ist, dass man heuchlerisch ist, dass alles fake ist und – keine Ahnung, das hatte ich auch schon, merk ich auch bei anderen Bloggern –  dann ist das wirklich keine schöne Diskussion. Es zieht einen auch ein bisschen runter und man denkt so: Für was macht man das eigentlich? Weil ich finde, jeder kleine Schritt zählt und ist wichtig. Wenn man zum Beispiel erst einmal nur auf Plastikflaschen, Plastikbeutel und Coffee-to-go-Becher in seinem Leben reduziert, dann ist das schon ein riesiger Schritt. Das heißt jetzt nicht, dass man von einem Tag auf den anderen hundert Prozent nachhaltig leben sollte. Dann würde man wahrscheinlich auch im Wald leben. Es soll einfach immer noch ein bisschen praktikabel bleiben. Und ich glaub, das versuch ich immer zu vermitteln, in meinen Antworten dazu. Aber ja, manchmal ziehen die mich runter solche Kommentare. Aber ich finde durch diesen Austausch mit anderen Bloggern bauen wir uns da auch immer gegenseitig mit auf. Und ich und andere Blogger appellieren auch immer wieder an das Motto, dass jeder Schritt zählt.

Was ist das Schönste, was dir je von einem deiner Follower gesagt wurde?

Das Schönste allgemein am Bloggen – so in Richtung Lovestorm – ist einfach immer positives Feedback. Jetzt nicht unbedingt in die Richtung schönes Bild, schönes Outfit. Sondern in die Richtung, dass ich irgendetwas Positives im Leben eines Lesers beigetragen hab. Zum Beispiel, dass ich einer Leserin geholfen hab, dass sie jetzt endlich ein veganes Käserezept gefunden und ausprobiert hat und es sehr gerne mag. Oder dass sie Fair Fashion gefunden hat, die sie toll findet und mit der sie sich sehr wohl fühlt und damit auch glücklich ist. Das mag ich sehr gerne. Und generell auch, wenn ich das Feedback bekomme, dass Leser durch mich mehr über die Themen Nachhaltigkeit, faire Mode und Naturkosmetik nachdenken, dann macht mich das wirklich einfach glücklich.  

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.