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NEON Lovestorm

Selbstliebe: Von der Bodybuilderin zum Curvy Model: "Jeder sollte den Mut haben, sich selbst zu feiern"

Auf Carina Møller-Mikkelsen Blog dreht sich alles um Selbstliebe und Selbstakzeptanz. Lange hatte die Norddeutsche allerdings selbst mit ihrem Körper zu kämpfen. Heute lautet das Motto der ehemaligen Bodybuilderin: Sei dein eigenes Schönheitsideal! Der NEON-Lovestorm mit carinamoellermikkelsen.

Carina Møller-Mikkelsen früher und heute

Über 80.000 Menschen folgen Carina Møller-Mikkelsen auf Instagram. Einige von ihnen haben ihre Transformation von der Bodybuilderin zum Curvy Model auf dem Blog miterlebt. Früher habe sie nur darüber gesprochen, welchen Sport sie mache und was sie esse – heute habe sie andere Themen. Bei Carina dreht sich alles um Selbstliebe und Selbstakzeptanz – und ihre Follower lieben sie dafür! Im NEON-Lovestorm stellt sie sich unseren Fragen. Was ist ihr auf ihrer Plattform wichtig und worum ging es in ihrem letzten Shitstorm?

Hier das ganze Interview: 

Liebe Carina, warum ist dir deine Plattform so wichtig?

Warum ich so viel Herzblut in meine Arbeit stecke, liegt einfach daran, dass ich sehr lange unglücklich mit mir selbst war und vor allen Dingen auch unglücklich mit und in meinem eigenen Körper war. Das hat sich zum Glück geändert. Es ist mittlerweile einfach so, dass ich gelernt habe, mich selbst zu akzeptieren und mich zu lieben. Und davon möchte ich einfach ein Stück abgeben und an andere weitergeben.

Worum ging es in deinem letzten Shitstorm?

Gerade kürzlich habe ich ein Bild in einem roten Kleid gepostet, was für etwas Aufregung und Meinungsverschiedenheiten gesorgt hat. Denn dieses Kleid ist untenrum einfach ein bisschen weiter ausgeschnitten und man sieht einen Teil vom Hintern. Beziehungsweise auch von der zweiten Pobacke, und das war, glaube ich, das größte Problem. Denn hätte man nur ein bisschen was vom Schenkel gesehen oder den Ansatz vom Po, wäre alles in Ordnung gewesen. Aber weil man sich vorstellen könnte, dass keine Unterwäsche getragen wird oder, dass man auch den Ansatz der zweiten Pobacke sieht – da waren sie einfach außer Rand und Band. Was ich auch ein bisschen amüsant fand. Denn auf meinem Instagram-Profil wird man nie mehr zu sehen bekommen als das, was man auch am Strand zu sehen bekommt. Sei es der Hintern, seien es die Brüste oder sonstige Körperteile.

Warum ist es dir wichtig, deine Follower über die Bearbeitungsmöglichkeiten von Fotos aufzuklären?

Ich habe lange Zeit darunter gelitten, dass ich immer dachte: Hey, warum sehen alle so toll aus und ich nicht? Ich hab an mir herunter geguckt und dachte: Ist irgendetwas mit mir nicht richtig? Warum sehe ich nicht so aus? Warum kann ich so nicht aussehen? Obwohl ich mich abgemüht habe. Mit diesen Bildern, die ich bearbeitet, und mit denen ich das Vorher-Nachher zeige, möchte ich den Leuten zeigen: Hey, das ist immer noch Social Media und an so einem Bild kann einiges bearbeitet werden. Nicht alles, was wir online sehen, ist real. Natürlich möchte ich nicht jedem da draußen unterstellen, seine Bilder in irgendeiner Form zu bearbeiten. Aber ich möchte einfach darauf aufmerksam machen, dass es diese Programme gibt. Mittlerweile ist es nicht nur Photoshop, wofür man fast schon irgendwelche Ausbildungen haben muss, um es in der Form zu bearbeiten. Stattdessen kann man sich innerhalb von Sekunden eine kostenfreie App runterladen, die dann jedem zur Verfügung steht, und dann anhand dieser App seine Fotos bearbeiten. Sich entweder ein bisschen breiter an der Hüfte machen, sich ein bisschen schmaler an der Taille, sich sogar ein Sixpack machen. Und das ist einfach nicht die Realität. Und mit diesen Vorher-Nachher-Fotos möchte ich einfach darauf aufmerksam machen.

Was ist das Schönste, das dir je von einem deiner Follower gesagt wurde, und warum?

Wenn mir Mädels schreiben, dass ich ihnen mit meiner Arbeit online, mit meinen Postings und meinen Blogbeiträgen einfach ein bisschen mehr Selbstbewusstsein geben konnte. Ein bisschen mehr Selbstwertgefühl. Dass sie jetzt einfach einen ganz anderen Blick haben, wenn sie in den Spiegel gucken. Dass sie nicht nur das Negative sehen, sondern auch das Positive. Und auch den Mut haben, sich einfach ein bisschen abzufeiern für das, was sie sind und wie sie sind. Und nicht mehr das Gefühl haben, dass sie sich in irgendeiner Form verändern oder verstellen müssen. Sondern dass es wirklich in Ordnung ist, einfach man selbst zu sein und sich selber auch zu feiern. Ich habe auch schon einige Nachrichten bekommen, wo mir Mädels gesagt haben, dass sie es durch mich geschafft haben, aus ihrer Essstörung herauszukommen. Manchmal sitze ich dann vor diesen Nachrichten und bekomme wirklich Gänsehaut über den ganzen Körper oder auch ein paar Tränen. Das ist einfach so, so schön, dass ich mit dem bisschen, was ich mache, jemand anderem so viel an die Hand geben kann. Darüber freue ich mich sehr.

Schau Dir hier den NEON Lovestorm mit Charlotte Kuhrt an: "Warum mir dieses Vorher-Nachher-Foto meinen größten Shitstorm einbrachte"

Body Positivity: Curvy Model: Warum mir dieses Vorher-Nachher-Foto meinen größten Shitstorm einbrachte