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"Self Untitled": Die nackte Wahrheit: Künstlerin zeigt, wie ihr Körper mit einem Magenbypass aussieht

Samantha Geballe macht Selbstporträts. Gnadenlos ehrlich zeigt sie ihre Verletzlichkeit und ihren sich wandelnden Körper. Mit NEON hat sie darüber gesprochen, was sie mit ihren Bildern ausdrücken will und wieso sie die überschüssige Haut eigentlich gar nicht loswerden möchte.


Selbstliebe, Magenbänder und Unsicherheit: "Self Untitled" zeigt die nackte Wahrheit

"Der Magenbypass war immer meine eigene Entscheidung. Jemand, den ich kannte, starb mit 60 Jahren plötzlich an einem Herzinfarkt. Er hatte Schlafapnoe, was sein Herz großem Stress aussetzte. Er war außerdem stark übergewichtig. Auch wenn er um Jahrzehnte älter war als ich, realisierte ich, dass auch mich diese Konsequenzen irgendwann einholen könnten. Ich hätte mit 24 einen Herzinfarkt haben können. Da entschied ich, mit meinem Arzt über einen Magenbypass zu sprechen. Er sagte mir, dass die Risiken größer seien, sollte ich mich gegen die Operation entscheiden, also begann ich, mich vorzubereiten. Die Vorbereitung und die Diskussionen mit meiner Krankenversicherung dauerten etwa eineinhalb Jahre. Ich bin dankbar für die Bedenkzeit, aber ich hatte auch riesige Angst."

In ihrer Fotoreihe "Self Untitled" zeigt Samantha Geballe sich selbst – und zwar alles von ihr. Ihr Leben vor dem Magenbypass, als sie stark übergewichtig und unglücklich mit sich selbst war, die OP und die damit verbundenen Schmerzen und ein Danach, was sich irgendwie nach Neuanfang und irgendwie nicht wirklich anders anfühlt. 

Samantha hat NEON erzählt, was sie mit ihren Bildern ausdrücken will, wie sie zu ihrem eigenen Körper steht und wieso sie die überschüssige Haut eigentlich gar nicht loswerden möchte.

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