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Von wegen Bio und Veggie: "Geil, heute ist Schnitzel-Tag!" - die beliebtesten Mensa-Essen

Ein typischer Mensa-Gänger ist männlich, studiert Ingenieurswissenschaften und ist am liebsten Currywurst mit Pommes. Wir haben in Deutschlands Mensen nachgefragt, was die Studenten am liebsten auf ihren Tellern haben.

Montag Currywurst mit Pommes, Mittwoch Schweineschnitzel mit Pilzrahm - in Bremen haben die Studenten in dieser Woche das große Los gezogen. Gleich zwei der beliebtesten Essen stehen auf dem Speiseplan. Für viele Unigänger ein Traum. Und das, obwohl besonders die Nachfrage nach fleischlosen Menüs immer mehr zunimmt.

"Vegetarische und vegane Gerichte machen inzwischen 20 bis 30 Prozent des Angebots aus. Das ist schon ordentlich", sagt Stefan Grob vom Deutschen Studentenwerks. Doch das würde die Lebenswelt der Studenten wiederspiegeln. Denn die seien nun mal sehr kritisch und politisch wach - bio und regionale Produkte spielten eine immer größere Rolle. "Allerdings sind Studierende wahnsinnig preissensibel. Da können wir nur begrenzt bio und regionale Gerichte anbieten", sagt Grob. 

Vom Stammessen, wie es das in den 70er-Jahren noch üblich war, ist in den deutschen Mensen längst abgerückt. "Die Studierenden heute wollen die Wahl haben." Das fängt bei der Auswahl der Beilagen an und geht bis hin zum Buffett-Charakter von Salattheken oder Pasta-Bars. Dennoch: In unsere Top drei der beliebtesten Mensaessen hat es kein vegetarisches Gericht geschafft.

Der typische Mensa-Gänger ist männlich und angehender Ingeniuer

Schaut man sich jedoch die aktuellen Speisepläne der Mensen an, sind überall, neben Salattheken auch vegetarische Essen auf den Speiseplänen vertreten - ob Gemüselasagne in Hamburg, Gefüllte Paprikaschote in Köln oder Zartweizen mit Tomaten, Zucchini und Auberginen in München.

Und diese Vielfalt wird honoriert: 73 Prozent der Studenten gehen mindestens drei Mal pro Woche in die Mensa - Männer etwas häufiger als Frauen, jüngere häufiger als ältere. Die intensivste Mensanutzung haben Studierende der Ingenieur­wissenschaften (76 Prozent) sowie der Medizin (74 Prozent). Das ergab die neue Sozialerhebung zur wirtschaftlichen und sozialen Lage der Studenten in Deutschland. 

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