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Finanzen verstehen: Ordnung ist sexy! So sparst du dir Lebenszeit und Geld

Ordnung ist für dich ein Fremdwort? Du kannst den Boden in deiner Wohnung so langsam nicht mehr sehen? Oder wagen sich deine Freunde nicht mehr zu dir nach Hause? NEON zeigt dir, wie du im Chaos den Überblick behältst.

Von Katharina Viktoria Weiß

Damit du nicht so endest: Wir haben für dich die ultimativen Tipps, wie du Ordnung in deine Wohnung und dein Leben bringst.

Damit du nicht so endest: Wir haben für dich die ultimativen Tipps, wie du Ordnung in deine Wohnung und dein Leben bringst.

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Keine Sorge, in diesem Text musst du dir jetzt nicht die Trend-Leier vom Minimalismus anhören. Auch wenn es gerade super angesagt ist, meditative Tipps über das Leben mit ‚leichtem Gepäck‘ zu verbreiten: Wenn du gerne hortest und hamsterst, anhäufst und sammelst, und – im schlimmstem Fall – vermüllst, dann kannst du auch so weitermachen. Mit den folgenden vier Tricks erschaffst du aber Inseln der Ordnung in deinem Chaos, die dir im Zweifelsfall viel Lebenszeit sparen – oder sogar Geld.

Der Boden ist Lava

Aller Anfang ist schwer - doch bevor du sozial ganz unten landest, weil deine Freunde dich in deiner Messi-Bude nicht mehr besuchen wollen, solltest su genau dort mit dem Aufräumen anfangen: Ganz unten, auf dem Boden. Jede Art von Sack oder Verpackung, die du als zu eklig befindest, um sie auf Stehhöhe abzulegen, sollte nicht länger als 24 Stunden auf dem Flurteppich verschimmeln. Für Sammelsurien gilt eine ähnliche Vorgehensweise:

Dass die Küchenkommode oder das Dielenschränkchen zur Allzweck-Ablage verkommen, ist ein Klassiker der Bequemlichkeit. Dieses kleine Laster müssen wir uns erlauben. Wenn allerdings auch alle anderen Oberflächen vollgestellt sind, und du anfangen musst, deinen Schrott auf dem Boden abzulegen, dann ist etwas aus dem Ruder gelaufen. Ist diese Fläche schonmal leer geräumt, verleiht das dem Raum sofort eine aufgeräumtere Note. "Der Boden ist Lava"-Trick ist sozusagen das Not-Make-up für deine Wohnung.

Büchse der Pandora

Dein Urlaubsflirt hat dir im Kiosk ein Überraschungsei gekauft und du willst das grüne Auto, dass als Spielzeug im Inneren versteckt war, partout nicht wegwerfen? Das letzte Sam Smith Konzert war der Hammer und die Karte soll nicht ins Altpapier? Der Schlüsselanhänger der letzten Messe, auf der du in den Semesterferien gejobbt hast, ist zwar potthässlich, aber du hattest so eine gute Zeit mit der Crew? All diese Erinnerungsgegenstände, die für Dekoration zu unansehnlich und für den Mülleimer zu schade sind, kommen in eine große, hübsche Kiste. Warum heißt sie "Die Büchse der Pandora"? Weil du dieses Teil zwar gelegentlich ausmisten wirst, den Großteil davon aber dein ganzes Leben mit dir rumschleppen wirst. Der Nutzen für andere: nicht ersichtlich! Der Nutzen für dich: Dir bleibt der Zugriff auf viele kleine Glücksmomente, die praktisch in einer viereckigen Überraschungstüte verstaut sind. Solche Boxensysteme machen übrigens auch für Bastelkram, Bürozubehör und andere lose Besitztümer viel Sinn.

Ordner sind spießig, aber genial

Mach dir einmal die Mühe und besorge drei oder vier Ordner, samt einem Jahresvorrat an Klarsichtfolien. Beschrifte sie nach deinen Bedürfnissen: In "Verträge" können zum Beispiel sämtliche Dokumente rund um dein Mieterverhältnis abgelegt werden und auch dein Handyvertrag und deine Versicherungsunterlagen haben endlich eine Heimat gefunden.

In "Arbeit" bzw. "Studium" oder "Ausbildung" heftest du Gehaltszettel oder Immatrikulationsbescheinigungen ab und ein Ordner für "Sonstiges" schadet auch nicht. Ganz wichtig ist auch ein Aufbewahrungssystem für Belege und Rechnungen. Mutti trichterte uns bei jedem Kauf ein, 'gut auf den Kassenzettel aufzupassen'. Für den Fall, dass man das gewagte Kleid vielleicht doch noch umtauschen will, oder der neu gekauften Ventilator schon kaputt geliefert wird, braucht man eine Nachweis, um den Gegenstand umtauschen zu können oder die Garantie geltend zu machen. Nach dem Auszug lassen wir den guten Rat oft schleifen – und bereuen dann, auf dem Zeug sitzenzubleiben. Wer gerade bei kleineren Anschaffungen zu faul ist, um die Kassenzettel jeden Tag aus dem Geldbeutel in die Klarsichtfolie zu stecken, der sollte sich in direkter Nähe zur Haustüre eine kleine Schatulle aufstellen. Dort können die Belege schnell reingeworfen werden, anstatt irgendwann in der Tasche verloren zu gehen. Dann muss man im Fall der Fälle zwar etwas suchen – sein Geld bekommt man aber trotzdem wieder.

Digitales Ausmisten nicht vergessen

Es ist 2018, wir leben jetzt im Internet. Damit auch unser 'digitales Ich' nicht verstaubt, sollten wir mindestens einmal im Jahr unseren PC und unsere Sozialen Netzwerke aufräumen. Fangen wir doch mit dem Mailpostfach an: Melde dich von Newslettern ab, die du über Monate hinweg schon automatisch in den Papierkorb verschoben hast und lösche den Papierkorb und Ordner, die ihre Relevanz verloren haben. Beim Entfernen der Mails werden dir vielleicht auch Social-Media-Mitgliedschaften auffallen, die du längst nicht mehr pflegt. Du bist immer noch bei ICQ angemeldet? Nimm dir ein Herz und lass deine Profil-Leichen endlich in Frieden ruhen.

Kleiderschrank - Mädchen wirft Kleidung in die Luft
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