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Studium: Diese Versicherungen brauchst du wirklich

Es gibt Situationen, auf die solltest du vorbereitet sein. Schon während deines Studiums brauchst du diese Versicherungen. Sie halten dir das Schlimmste vom Hals, wenn's mal blöd läuft.

Von Johannes Zimmermann

Eine Frau im steht im Operationskittel an einer Gehhilfe

Ein Unfall kann zur Berufsunfähigkeit führen. Und keine Arbeit bedeutet kein Lohn. Damit du in dieser schlimmen gesundheitlichen Situation nicht auch noch in die Armut rutscht, gibt es eine Berufsunfähigkeitsversicherung.

Egal ob dein Berater in Person oder Vergleichsportale wie Check24 – sie alle wollen dir die angeblich besten Versicherungen andrehen. Denn sie leben davon. Als junger Mensch fährst du aber gut, wenn du nur wenige, dafür aber sinnvolle Versicherungen abschließt. Zumindest die folgenden solltest du auf jeden Fall haben – egal wie groß der Sparfuchs in dir ist.

Falls mal was zu Bruch geht

Privathaftpflicht: Darauf solltest du auf keinen Fall verzichten. Sie versichert dich gegen Schäden, die du fahrlässig verursacht hast. Stößt du gegen den Flatscreen deiner Mitbewohnerin und er geht zu Bruch, bezahlt das deine Versicherung. Spielst du mit Freunden Fußball und der Ball landet nicht im Tor, sondern im Gartenhaus von Opa Werner, musst du dir auch darum keine Sorgen machen – die Versicherung zahlt. Wenn der Fußball ein Auto auf der Straße trifft und die Insassen bei dem Unfall schwer verletzt werden, kann es richtig brenzlig werden. Immer wenn Menschen verletzt werden, entstehen hohe Kosten bis in Millionenhöhe. Die teure Behandlung von Verletzten und eventuelles Schmerzensgeld, das der Verursacher tragen muss, können ganze Existenzen augenblicklich zerstören. Ohne Haftpflichtversicherung geht’s daher nicht. Mit einer Deckungssumme von mindestens fünf Millionen Euro bekommst du sie für unter 60 Euro im Jahr. Das sollte sie dir auch auf jeden Fall wert sein. Besonders interessant für Studenten ist die Ausfalldeckung. Sie ist nicht bei jeder Versicherung enthalten und zahlt, wenn jemand bei dir einen Schaden verursacht hat, aber ihn selbst nicht bezahlen kann und selbst nicht versichert ist - unter Studenten leider keine Seltenheit.

Womit man am wenigsten rechnet

Berufsunfähigkeitsversicherung: Das Leben ist unberechenbar. Wer weiß schon, was morgen ist? Niemand rechnet damit, mal einen schweren Unfall zu haben. Egal ob auf der Arbeit oder beim Sport – ein Unfall oder eine Krankheit kann so schlimm enden, dass es unmöglich ist, dem Job weiter nachzugehen. Wer für diesen Fall nicht gerüstet ist, steht ohne jeden Verdienst da. Für Studierende und junge Arbeitnehmer besonders wichtig: Für sie gibt es nämlich keine Erwerbsminderungsrente. Die bekommt, wer bereits einen festen Job hat, bereits in die Rentenversicherung eingezahlt hat und dann arbeitsunfähig wird. 

Der Rückschlag einer Arbeitsunfähigkeit ist ohnehin schon unglaublich groß. In dieser Situation kein Geld mehr zu verdienen und langfristig der Armut ins Gesicht schauen zu müssen, ist wahrscheinlich der Gau. Die Berufsunfähigkeitsversicherung sichert deinen Lebensunterhalt, wenn du nicht mehr arbeiten kannst. Die Studienzeit sollte in dieser Versicherung unbedingt mitabgedeckt sein. Sie wird nämlich gerne ausgeschlossen und wer bereits im Studium arbeitsunfähig wird, guckt in die Röhre. 

Grundsätzlich ist bei diesen Versicherungen Vorsicht geboten: Die Vertragsbedingungen sind oft undurchsichtig und beinhalten viele trügerische Klauseln. Die Versicherer versuchen damit, möglichst viele Krankheitsbilder und Unfälle von der Versicherung auszuschließen. Darum solltest du diesen Versicherungen niemals blind vertrauen. Besonders wichtig ist zum Beispiel, dass der Versicherer auf eine "abstrakte Verweisung" verzichtet. Das bedeutet, dass der Versicherer nicht von dir verlangen kann, nach dem Schadensfall einfach einen anderen Beruf auszuführen. Es gibt viele weitere Bedingungen, die du unbedingt checken solltest.

Krankheit im Ausland kostet extra

Ebenfalls wichtig, aber ohnehin Standard in Deutschland: Die Krankenversicherung. Studierende sind entweder über ihre Eltern familienversichert oder versichern sich selbst. Wichtig bei einem Auslandsaufenthalt: Die Leistungen der deutschen Krankenversicherer können in anderen Ländern geringer ausfallen. Darüber sollte man sich unbedingt informieren, wenn´s in den Urlaub in ferne Länder geht. Bei Auslandssemestern muss besonders aufgepasst werden: In den USA müssen Studierende eine private Krankenversicherung für den entsprechenden Zeitraum abschließen. Deutsche Krankenversicherungen zahlen für Leistungen in den USA nämlich nicht.

Auslandsstudium
Kindesunterhalt für volljähriges Kind ohne Zielstrebigkeit
Mein Kind ist 19 Jahre alt und lebt im Haushalt der Mutter. Es hat im Juli 2017 seine Schule nach der 10. Klasse dann mit Hauptschulabschluss verlassen. Danach wollte es auf einer Berfsfachschule Einzelhandel seinen Realschulabschluss nachholen (2 Jahre). Es besuchte die Schule im ersten Halbjahr nicht wirklich regelmäßig und im zweiten Halbjahr dann so gut wie gar nicht mehr. (zum Ende hin, ist es gar nicht mehr zur Schule gegangen) Das notwendige zweite Jahr ging es dann gar nicht mehr an. Stattdessen hat es sich für ein freiwilliges Soziales Jahr beworben und geht hier mehr oder weniger regelmäßig hin. Nun möchte es das FSJ abbrechen und wieder seinen Realschulabschluss nachholen. Dies soll in Vollzeit an der Volkshochschule geschehen. Zwischendurch ist immer wieder die Rede von verschiedenen Ausbildungen. Ein wirkliches Konzept, oder Interesse ist aber auch hier nicht erkennbar. Mal kommt es mit dem Berufswunsch Tierarzthelfer/In, mal mit Immobilienkaufmann/-Frau, oder Ähnlichem. Informationen über freie Stellen, oder Inhalte des Berufs und der Ausbildung können nicht genannt werden. Bei laufenden Bewerbungen am Ball zu bleiben liegt ihm auch nicht wirklich. Hab die Bewerbung ja hingeschickt, damit soll es dann auch gut sein. Langsam drängt sich mir der Verdacht auf, es sucht sich den bequemsten Weg heraus und verlässt sich auf meine nicht unerheblichen Unterhaltszahlungen. Frei nach dem Motto: Was soll ich mich kümmern, Väterchen muss ja zahlen, solange ich Schule oder Ausbildung mache. Um meinem Kind Anreize zu geben, endlich Zielstrebigkeit zu entwickeln, habe ich schon über die Kürzung bzw. Einstellung des Unterhals nachgedacht. Wie verhält sich das rechtlich, bzw. was kann ich tun?