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Referate, Vorträge und Co.: Ohne Herzklopfen und Blackout: So geht gutes Präsentieren wirklich

Herzklopfen, plötzliches Schwitzen und auf einmal ist alles vergessen: eine Situation die viele kennen – ganz besonders, wenn es ums Präsentieren geht. NEON erklärt, wie gute Vorbereitung, Ruhe bewahren und freies Sprechen bei einem Vortrag wirklich gehen.

Von Christoph Koch

Frau hält sich Hände vors Gesicht

Präsentieren kann ganz schön aufregend sein – wir erklären, wie es richtig geht (Symbolbild)

1. Wie bleibt das Publikum wach und ich ruhig?

Frag dich, wer deine Zuhörer sind, was sie brauchen und was deine Message ist. Dann versuch, die drei bis fünf wichtigsten Punkte deines Themas zu identifizieren. Nicht mehr! Bring diese Punkte in eine logische, spannende Reihenfolge. Überleg dir einen unterhaltsamen Einstieg und ein deutliches Fazit.

2. Brauche ich Powerpoint?

Ja, aber die Folien sollen deinen Vortrag unterstützen, nicht doppeln. Was du sagst, gehört nicht auf die Folie. Dein Publikum kann lesen oder zuhören. Beides geht nicht. Deshalb: so wenig Text wie möglich. Wenn du eine Schriftgröße kleiner als 30 brauchst, hast du zu viel Text. Vermeide mehr als zwei Schriftarten, Bullet-Points, kursive und unterstrichene Schriften und alle Spezialeffekte, die Text explodieren oder ins Bild flattern lassen. Gib bei Youtube "keynote steve jobs" ein und schau dir seine Folien an. Prezi oder Slides sind moderne Alternativen zu Powerpoint, für die aber dieselben Regeln gelten.

3. Frei sprechen oder vorlesen?

Auf keinen Fall vorlesen! Wenn du dir nicht alles merken kannst, hilft Üben. Reduzier nach und nach deine Gedächtnisstützen auf Stichpunkte. Tipp: A4-Blätter flattern, wenn deine Hände zittern, Karteikarten nicht. Du kannst die Stichpunkte auch in die Moderatornotizen des Präsentationsprogramms kopieren, die nur du auf dem Bildschirm sehen kannst. Übe laut und achte darauf, ob du in der geplanten Zeit bleibst. Am besten auch mal anderen zur Probe vortragen.

4. Es ist so weit. Was tun?

Vorher: Doppelt so viele Züge ausatmen wie einatmen. Das beruhigt. Währenddessen: Nacheinander Blickkontakt mit Personen in verschiedenen Ecken des Raums aufnehmen. Falls die Zeit knapp wird: Rechtzeitig zum Fazit springen. Danach: Nicht von der Bühne rennen, sondern dem Publikum danken und Fragen beantworten.

Dieser Artikel ist erstmals in der NEON-Ausgabe 12/2017 erschienen.

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