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Nachhaltig Einkaufen: Bei diesem Supermarkt bekommst du Bonuspunkte, wenn du auf Verpackungen verzichtest

Supermarktketten werben oft mit Bonusprogrammen und Geschenken, wenn man regelmäßig einkauft. In einigen Filialen von Edeka soll nun nicht nur der Kunde profitieren, sondern auch die Umwelt.

Ob Strohhalme oder Besteck – die Politik hat dem Plastik mittlerweile den Kampf angesagt. Ab 2021 dürfen Besteck, Teller und Strohhalme aus Plastik in der EU nicht mehr verkauft werden. Und auch immer mehr Verbraucher setzen auf Nachhaltigkeit und nehmen zum Einkaufen ihren eigenen Beutel mit. Doch wenn es um Obst und Gemüse geht, greifen viele noch auf dünne Plastiktüten an der Obst- und Gemüsetheke zurück – denn diese gibt es im Supermarkt kostenlos, im Gegensatz zu den stabileren Tragetaschen an der Kasse. Über drei Milliarden dieser dünnen Tüten wurden im vergangenen Jahr genutzt – das entspricht 37,3 Tüten pro Kopf.

Um Verpackungen und Tüten zu reduzieren, lassen sich auch die Supermärkte immer mehr einfallen. Seit März können Kunden nun in einigen Edeka-Filialen an einer Bonusaktion teilnehmen, die dazu bewegen soll, eigene Tüten und Mehrwegboxen zum Einkauf mitzunehmen. Wer ein Tragenetz für Ost und Gemüse oder eine Mehrwegboxen für Wurst und Käse mitbringt, erhält an der Kasse eine Bonuskarte und entsprechende Sticker. Sind die zehn Felder auf der sogenannten "Baumpflanzkarte" voll, kann man sie in eine Box einwerfen. Im Umkreis des jeweiligen Marktes oder in einem Baumprojekt vom WWF pflanzt Edeka-Südwest dann pro Karte einen Baum. Ziel der Aktion ist es, den Wald als "Rohstofflieferanten" und "Erholungsraum" zu "bewahren und zu schützen", wie es auf der Website von Edeka-Südwest heißt. Anders als bei klassischen Bonusaktionen gibt es hier also Punkte für Nachhaltigkeit - und statt an den Kunden, geht der Lohn an die Umwelt.

Netz, Tüte oder Mehrwegbox sind Voraussetzung für den Bonus

Bei der Aktion kann jeder Kunde mitmachen – allerdings erhält nur Aufkleber, wer Tragenetze, Taschen oder Mehrwegboxen dabei hat. Diese gibt es in den entsprechenden Märkten auch zu kaufen. Wer allerdings einfach Waren ohne Tüte oder Behältnis kauft, ist nicht Teil der Aktion – obwohl dieser Einkauf genauso nachhaltig ist. Ob eine Filiale bei der Aktion mitmacht, kann sie selbst entscheiden. Derzeit gibt es die "Baumpflanzkarte" aber nur in Filialen von Edeka-Südwest – dazu gehört Märkte in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, dem Saarland, Südhessen und Teilen Bayerns.

Edeka macht immer wieder mit Aktionen rund um das Thema Umwelt auf sich aufmerksam. So testen einige Filialen des Supermarktriesen ein Mehrwegdosen-System, bei dem Kunden an der Wursttheke Dosen erhalten und später wieder abgeben, um auf Papier und Plastikfolie zu verzichten. Außerhalb der großen Ketten gibt es schon länger Initiativen für nachhaltiges Einkaufen: der Berliner Supermarkt "SirPlus" bietet zum Beispiel nur Lebensmittel an, die das Mindesthaltbarkeitsdatum erreicht oder überschritten haben. Viele Supermärkte sind zudem Teilnehmer der App "To good to Go", in der übrig gebliebene Produkte vor Ladenschluss günstig an Kunden verteilt werden.

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lau