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Australien: Mann findet Post von "Jesus" in seinem Briefkasten - und der ist mächtig sauer

Die Legalisierung der gleichgeschlechtlichen Ehe wurde in Australien mit gemischten Reaktionen aufgenommen. Ein anonymer Verfasser, der sich "Jesus" nennt, ließ nun in einem homophoben Brief seinem Ärger über die Entscheidung freien Lauf.

Australien: "Jesus" verteilt homophobe Briefe in Sydney

Diesen Brief verteilte ein anonymer Verfasser, der sich "Jesus" nannte, in Australien

Ob an Gott, die Freiheit, Demokratie oder seinen Fußballverein: Jeder Mensch glaubt an etwas. Daran ist zunächst einmal nichts problematisch. Allerdings wird es das, wenn der Glaube extrem wird. Wie sagt es der US-amerikanische Comedian Chris Rock in seinem neuen Programm "Chris Rock: Tamborine": "Religion ist wie Salz. Ein bisschen ist gut, aber zu viel davon – und dein Essen schmeckt für den Arsch." Wie richtig Rock mit seinem Vergleich liegt, zeigt ein Vorfall in der australischen Stadt .

Dort verteilte ein Verfasser, der sich "Jesus" nannte, homophobe Briefe, in denen er Homosexuelle beschuldigt, für die Vielzahl von Problemen verantwortlich zu sein – einschließlich der aktuellen Dürre, die vor allem Landwirtschaftsindustrie hart getroffen hat.

"Verbietet Prostitution, Pornographie und Abtreibungen"

Nick Smith twitterte ein Foto des Briefes, der in seinem Briefkasten an die "Bewohner" adressiert war: "Ich habe Post von 'Jesus' bekommen. Er scheint, ziemlich verärgert zu sein", schrieb er. In der Tat scheint "Jesus" mit einigen Geschehnissen der vergangenen Monate alles andere als zufrieden zu sein. Er fragte die Anwohner zunächst, warum New South Wales gerade unter der Dürre leide. "Ihr habt letztes Jahr in einer nationalen Abstimmung für den Fluch gestimmt, indem ihr "Ja" (zur Homo-Ehe, Anm. d. Red.) gesagt habt." Das habe nun die Dürre zur Folge, so "Jesus".

Die letzten Ereignisse seien eine Warnung gewesen, das Unheil noch einmal von sich abzuwenden, schreibt der Verfasser. Dazu habe die Regierung jetzt die Chance: "Ändert dieses schändliche Ehegesetz, die Sodomie und Ehebruch verherrlichen, verbietet Prostitution, Pornographie und Abtreibungen", fordert er die Menschen auf. Ansonsten werde es "gewaltige Konsequenzen in Form von Tod und Zerstörung" geben.

Australien: Netz macht sich über "Jesus" lustig

Im Netz machten sich die Nutzer über "Jesus" und seinen Forderungen lustig: "Oh man, er sollte mal wieder Wasser in Wein verwandeln – und ein bisschen runterkommen", schrieb eine Frau. Ein anderer User vermutete, dass ein Amerikaner diesen Text geschrieben hat – nicht auszuschließen. Auf jeden Fall ist die Nachricht alles andere als christlich.

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rpw