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Meinung

Neuerungen auf Instagram: Danke Jameela Jamil: Endlich macht Instagram etwas gegen den Diätwahn

Instagram wird in Zukunft Werbung für bestimmte Diätprodukte und Schönheitsoperationen für unter 18-Jährige sperren – dafür können wir wohl Schauspielerin Jameela Jamil danken.

Jameela Jamil

Jameela Jamil kämpft seit Jahren gegen Werbung für Diätprodukte auf Instagram

Getty Images

Schon vor längerer Zeit habe ich meinen Instagram-Feed mal so richtig aufgeräumt. Ich habe Accounts, die mir ein schlechtes Körpergefühl geben, verbannt und folge nur noch Menschen, die ein diverses Körperbild propagieren. Und trotzdem bekomme ich immer wieder Werbung für vermeintlich tolle Diätprodukte angezeigt. Shakes, Lollis oder Tees – Wunderwaffen gegen das Fett und Zerstörer eines gesunden Körpergefühls. Ich kann damit gut umgehen, ich scrolle drüber, ärgere mich kurz und wenn ich ganz ambitioniert bin, klicke ich auf die drei kleinen Punkte neben dem Post und wähle "Werbung verbergen".

Ich setze mich aber auch in Sachen Body Positivity ein und kann von mir sagen, dass ich meinen Körper genau so liebe wie er ist. Ein Mädchen mitten in der Pubertät, das sich unsicher fühlt, sich vergleicht und Stars wie Kim Kardashian abonniert hat, kann das vielleicht aber nicht. Für diese Mädchen können solche Posts gerade zu gefährlich sein. Endlich reagieren Facebook und Instagram darauf und sperren diese Inhalte für unter 18-Jährige, wie Instagram-Chef Adam Mosseri auf Twitter verkündet.

Danke, Jameela Jamil!

Hat da Instagram wohl endlich mal aus eigenen Beweggründen festgestellt, dass diese Inhalte nicht cool für junge Menschen ist? Wohl kaum. Für diesen Meilenstein in Sachen Body Positivity können wir höchstwahrscheinlich Schauspielerin Jameela Jamil mit Dankesbriefen bombardieren. Auf ihrer Plattform "i-weigh" kämpft sie schon lange für ein Verbot von Produktplatzierungen von Diätmitteln in den sozialen Medien. Auf "Change.org" startete die 33-Jährige sogar eine Petition, bei der bislang über 200.000 Menschen unterschrieben haben. Wie es aussieht mit Erfolg.

Doch das ist nicht alles: Minderjährigen keine Werbung für Diätpodukte anzuzeigen ist das eine, aber was ist mit den zahlreichen Influencern, die wie die Kardashians freudig bunte Shakes in die Kamera halten und dazu in Bildunterschriften behaupten, ihr durch Schönheits-Ops verfeinerter Körper sei nur auf diese Produkte zurückzuführen? Diese Bilder sollen ab jetzt sogar gelöscht werden. "When will these women who are covered in plastic surgery stop telling their followers to drink a laxative to look like them?", fragte sich Jameela Jamil noch letztes Jahr auf Twitter. Und dank ihr gehen wir einen kleinen Schritt weiter zu einem lauten und deutlichen "jetzt".

Für Jamil, uns und tausende Andere ist es ein Grund zu feiern, aber die Kardashians, die sich unter anderem durch solche Produkte ihr Brot finanzieren, dürften die neuen Reglungen nicht gerade erfreuen. Bravo Instagram und Bravo Jameela Jamil. Wie wäre es jetzt noch mit #freethenipple, Instagram?

Quellen: Twitter, Instagram