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Mähen für den Klimaschutz: Mit dieser besonderen Aktion unterstützt ein Bauer die Klimaproteste

Auch in den Schulferien demonstrieren deutschlandweit junge Klimaaktivisten für den Umweltschutz. Unterstützung haben sie nun aus einer ungewöhnlichen Perspektive bekommen.

Maisfeld

Landwirt Benedikt Lünemann hat das "Fridays for Future"-Logo und die Umrisse von Greta Thunberg als Labyrinth in ein Maisfeld eingemäht.

Picture Alliance

Viele Menschen, denen der Klimaschutz am Herzen liegt, machen das derzeit bei Demonstrationen auf Deutschlands Straßen deutlich. Ein Landwirt aus Selm im südlichen Münsterland hat sich für eine andere Variante entschieden: Er mähte einen riesengroßen Schriftzug in sein Maisfeld.

Das 180 mal 100 Meter große Motiv zeigt das "Fridays for Future"-Logo und darüber die Umrisse von Klimaaktivistin Greta Thunberg. Das Besondere: Das Bild sieht nicht nur aus der Vogelperspektive beeindruckend aus, sondern ist auch ein zwei Kilometer langes, begehbares Maisfeldlabyrinth. Der kreative Kopf dahinter heißt Benedikt Lünemann, ist 35 Jahre alt und gestaltet schon seit Jahren solche begehbaren Kunstwerke. 2014 fräste er zum Beispiel zur Fußball-WM in Rio das Wahrzeichen der Stadt, die Christusstatue, in seinen Acker.

"Ich mache das per GPS, ziehe eine Karte auf eine Art Wander-App", sagte Lünemann. Mit einem Balkenmäher – eine Art Rasenmäher – geht er ins Feld. Dann steckt er den ersten Punkt ab, mäht, steckt den nächsten ab, mäht, und so weiter.

Das "Fridays for Future"-Motiv hat für den Landwirt eine besondere Bedeutung, denn er ist vor kurzem Vater geworden, sein Sohn David ist acht Monate alt. "2100 ist er 82. Da soll er noch in einer intakten Welt mit einer intakten Umwelt leben", sagte der 35-Jährige.

lau / dpa