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Nicht nur im Peeling: Verstecktes Mikroplastik: Wetten, du weißt nicht, dass in diesen Produkten eine Umweltsünde steckt?

Mikrokleine Plastikteilchen schaden der Umwelt ebenso sehr wie sichtbarer Plastikmüll. Auch in vielen Kosmetikprodukten findet Mikroplastik Verwendung. Zehn Beispiele.

In Peelings sind die mikrokleinen Plastikteilchen auch für den Verbraucher noch zu erkennen.

Der Klassiker beim Mikroplastik: In Peelings sind die mikrokleinen Plastikteilchen auch für den Verbraucher noch zu erkennen.

Getty Images

Sie sind kleiner als fünf Millimeter – aber haben eine große Wirkung. Mikroplastik gilt als die neue Umweltgefahr. Anders als seine großen Verwandten, wie Plastikverpackungen oder Tüten, sind die kleinen Kunststoffe eine unsichtbare Gefahr für Mensch und Umwelt. Die sogenannten synthetischen Polymere gibt es in fester und flüssiger Form. Gelangen sie in die Umwelt, lassen sie sich nicht einfach abbauen oder herausfiltern und verunreinigen schließlich unsere Gewässer und die Weltmeere. Dort werden sie dann von Meerestieren aufgenommen und landen schließlich in der Nahrungskette.

Kosmetik mit Mikroplastik

Ein großer Verursacher von Mikroplastik sind Kosmetikprodukte. Im Auftrag des Naturschutzbundes Deutschland hat das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik dies in einer Studie untersucht. Schon eine Definition davon, was Mikroplastik überhaupt ist, gestaltet sich als schwierig. Einigkeit herrscht nur darüber, dass dazu alle Kunststoffpartikel zählen, die kleiner als fünf Millimeter sind. Insgesamt werden in Deutschland jährlich circa 50.000 Tonnen Kunststoffe in Kosmetik und Wasch-, Pflege- und Reinigungsprodukten eingesetzt.

Für den Verbraucher kaum zu erkennen

Oft kann der Verbraucher ohne Vorkenntnisse gar nicht erkennen, ob ein Produkt Mikroplastik enthält. Neben sichtbaren Partikeln, wie zum Bespiel in Peelings oder Zahnpasta, können die Kunststoffe auch flüssig oder gelöst vorliegen – beispielsweise in Haarsprays oder Cremes. Die Studie fordert daher mehr Transparenz und umweltfreundliche Alternativen.

Der Mikroplastik Einkaufsratgeber BUND listet die häufigsten Kunststoffe in Kosmetika auf:

  • Polyethylen (PE)
  • Polypropylen (PP)
  • Polyethylenterephthalat (PET)
  • Nylon-12
  • Nylon-6
  • Polyurethan (PUR)
  • Acrylates Copolymer (AC)
  • Acrylates Crosspolymer (ACS)
  • Polyacrylat (PA)
  • Polymethylmethacrylat (PMMA)
  • Polystyren (PS)

Zudem findet sich in dem BUND-Ratgeber eine Liste über Marken von Zahnpasta, Peelings/Gesichtsreiniger, Gesichts- und Augenpflege, Duschgel und Pflegebad, Make-up-Produkten, Shampoo und Haarpflegeprodukten, Lippenstift, Körperpflege, Sonnenschutzmittel, Fußpflege, Handpflege, Nagellack, Rasierschaum und Deo, die Mikroplastik enthalten.

In unserer Bildergalerie stellen wir zehn Produkte vor, in denen sich häufig Mikroplastik findet.

Kosmetik ohne Mikroplastik
lau