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Sicherheit: Lass dich nicht unterkriegen! Dieser Trick kann bei sexueller Belästigung helfen

Traurig, aber wahr: Fast jede Frau – und viele Männer – sind in ihrem Leben bereits einmal Opfer von sexueller Belästigung geworden. Besonders wenn dies unter Fremden passiert, kann man sich schnell einsam fühlen. Diese Tipps und Tricks sollen helfen.

Sexuelle Belästigung: Frau mit geschlossenen Augen auf der Straße

Wer schon mal auf der Straße verfolgt und angebaggert wurde, weiß, dass sich das ganz schön einsam fühlen kann

Getty Images

Ich weiß es noch ganz genau. Es war Sonntag und ich war auf dem Heimweg von einer Freundin, bei der ich übernachtet hatte. Der Mann fing ein paar Meter vor dem Eingang der U-Bahn-Haltestelle an, mit mir zu reden. Ich kannte ihn nicht, also antwortete ich nicht. Er folgte mir. Erst in die Station, dann die Treppen rauf. Schließlich blieb er oben am Bahnsteig neben mir stehen. 

"Willst du was von meinem Franzbrötchen?", fragte er. "Nein, danke", sagte ich, "ich kenne Sie ja nicht." Für mich war die Diskussion damit beendet. Klare Sache. Fremde nehmen von Fremden kein Essen an. Punkt. Pustekuchen. "Das macht doch nichts", redete er einfach weiter und folgte mir in die Bahn. Naiverweise hatte ich mich auf einen Zweiersitz, weit weg von den anderen Fahrgästen, gesetzt. 'Dann wird er schon sehen, dass ich nicht mehr mit ihm reden will', dachte ich. Stattdessen setzte er sich mir gegenüber.

"Ich liebe dich", sagte er, "willst du mich heiraten?" Ich war schockiert. "Ich bin doch viel zu jung", antwortete ich. "Das stört mich nicht." So ging das immer weiter und immer weiter bis es mir zu bunt wurde und ich aus der Bahn ausstieg. Obwohl die nächste erst 20 Minuten später kommen sollte. An diesem Tag kam ich zum ersten Mal weinend nach Hause, weil mich ein Mann belästigt hatte. Ich war zwölf.

Meine Mutter nahm mich damals in den Arm und gab mir einen wichtigen Tipp, den ich nie vergessen habe: "In diesen Situationen geht es um Macht. Jemand versucht, mächtiger zu sein als du. Das darfst du nicht zulassen – du musst die Oberhand behalten. Das nächste Mal, wenn jemand mit dir redet, mit dem du nicht reden willst, gehst du zu einer Frau in deiner Nähe, sprichst sie an, zeigst auf die Person, die dich stört und sagst laut 'DIESER MANN REDET MIT MIR UND ICH WILL DAS NICHT'. Zeig, dass du nicht kleinzukriegen bist."

 

Was tun, wenn ich jemanden sehe, der bedrängt wird?

Auf Twitter geht zurzeit ein Thread viral, der eine ganz ähnliche Geschichte beschreibt. Schauspielerin Pia Glenn schreibt, sie habe eine Frau auf der Straße laut rufen hören: "Sie schrie 'Lass mich in Ruhe! Du folgst mir schon seit vier Blocks!' Ein Mann, der hinter ihr lief, wurde auf einmal sehr wütend und beschimpfte sie wüst." Daraufhin habe die Frau laut "Ich kenne ihn nicht und er will mich nicht in Ruhe lassen", gerufen. "Seine Reaktion bestätigte, dass sich die zwei nicht kannten und vier komplett Fremde und ich stellten uns einfach vor sie."

Die junge Frau habe ausgesehen, als habe sie nach einigen Blocks einfach keine Lust mehr auf die wenig charmanten Annäherungsversuche des Fremden gehabt: "Sie und ich schauten uns in die Augen und ich bin mir ziemlich sicher, dass wir einfach beide gleich genervt von der Gesamtsituation waren. Dann nickte ich ihr kurz zu und sie verschwand um die Ecke." Kurz darauf sei auch der Mann unter viel Protest abgezogen. Pia schließt den Thread so: "Manchmal muss man eine Szene machen. Du musst nicht höflich sein, wenn du dich unsicher fühlst." Das würde meine Mutter wahrscheinlich so unterschreiben.

Übrigens: Vor Kurzem hatte es einen anderen Twitter-Thread gegeben, der gut darstellte, was man tun kann, sollte jemand auf der Straße aussehen, als würde er*sie bedrängt werden. Eine junge Frau schreibt, ein Mann habe sie vor einem Café belästigt und nicht akzeptieren wollen, dass sie keinerlei Interesse an einer Unterhaltung mit ihm zeigte. Daraufhin sei eine Frau an den Tisch gekommen, habe sie überrascht mit einem falschen Namen angesprochen, sie umarmt und ihr "Alles in Ordnung?" ins Ohr geflüstert. YAAAAAASSSSS!

Text gegen sexuellen Missbrauch: Dieses Gedicht einer jungen Inderin müssen Sie hören
Themen in diesem Artikel
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.