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USA: Busfahrerin begeht Fahrerflucht – mit diesem Brief wird sie von einem Kind überführt

Eine Busfahrerin begeht Fahrerflucht. Eine Sechstklässlerin mit einem ausgesprochenen Sinn für Gerechtigkeit beobachtet alles, hinterlässt dem Halter des Autos eine Nachricht – und überführt so die Täterin.

Die Stadt Buffalo im US-Bundesstaat New York an einem Montagabend. College-Student Andrew Sipowicz will in sein Auto steigen, als er plötzlich feststellt, dass die Vorderseite seines roten Ford Mustang schwer beschädigt ist: Die Stoßstange und der linke Kotflügel seines Wagens sind völlig demoliert. Der 21-Jährige sei völlig schockiert gewesen, wie er der Online-Seite "Buzzfeed-News" berichtet: "Ich dachte mir in dem Moment nur: 'Irgendjemand will mich doch verarschen.'"

Was Sipowicz in diesem Moment so bediente, war der Umstand, dass er sein Auto noch völlig unbeschädigt abgestellt hatte. Eine unbekannte Person musste also den Schaden verursacht haben. Nur wer? Zum Glück fand er eine Nachricht. Es war der Zettel einer Sechstklässlerin aus der Houghten Academy. Darauf stand: "Falls Sie sich wundern, was mit ihrem Auto passiert ist. Bus 449 hat Ihr Auto angefahren. Der hält hier jeden Tag, weil ich hier aussteigen muss. Um 17 Uhr ist es dann passiert. Die Busfahrerin wollte losfahren und hat Ihr Auto dabei erwischt. Anschließend beging sie Fahrerflucht."

USA: Brief erspart Halter mehrere tausend Dollar

Die junge Schülerin beschrieb den Vorfall noch detaillierter, so dass keine Fragen offen blieben: "Sie versuchte, sich an Ihrem Auto vorbeizuquetschen, obwohl dafür kein Platz war. Dabei entstand die Beule. Ich habe alles gesehen, was passiert ist. Es tut mir echt leid. Fahrertür, linke Seite. Eine Frau am Steuer des Busses 449. Öffentlicher Schulbus von Buffalo."

Diese Nachricht war für Andrew Sipowicz ein Glücksfall. Denn: Mithilfe der Angaben des jungen Mädchens konnte die Fahrerin ausfindig gemacht werden – und so musste er den entstandenen Schaden über mehrere tausend Dollar nicht selbst bezahlen. Anschließend postete er die Nachricht auch auf Twitter. "Ein dickes Dankeschön an den anonymen Sechstklässler, der mir Tausende Dollar gerettet hat", schrieb er dazu.

Inzwischen teilte Sipowicz in einem neuen Tweet mit, dass er nun sogar wisse, wer ihm geholfen habe: "Die Schülerin, die den Brief geschrieben hat, ist ausfindig gemacht worden. Wir sind gerade dabei, uns zu überlegen, wie wir sie belohnen können. Ich bin ihr sehr dankbar."

rpw