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USA: Statt Trinkgeld: Gast schreibt Kellner Forderung auf, die Mexikomauer zu bauen

In den USA ist es üblich, Trinkgeld zu geben. Doch ein Kellner in einem mexikanischen Restaurant in Texas bekam statt Geld eine Nachricht: mit der Forderung, die Mauer an der Grenze zu Mexiko zu bauen.

Es ist jedes Mal das Gleiche beim Restaurantbesuch: Der Kellner kommt, legt die Rechnung hin und sofort schießt einem diese eine Frage durch den Kopf: Wie viel Trinkgeld soll ich geben? Schließlich ist es unangenehm, wenn es mickrig ausfällt. Die USA haben es da leichter: Dort wird zwar auch freiwillig gezahlt, 10 bis 20 Prozent des Rechnungsbetrags werden aber erwartet. Denn vom regulären Salär können Kellner meist nicht leben.

Menschen wie Hehsus Baeza sind darauf angewiesen. Baeza ist Kellner. Er erlebte nun aber, wie ein Kunde ihm statt Geld eine Notiz auf einer Rechnung hinterließ. Darauf stand: "Mein 'Tipp' ist eine verdammte Mauer zu bauen – und zwar jetzt!" Das Kuriose dabei: Baeza arbeitet in einem mexikanischen Restaurant, in Midland im US-Bundesstaat Texas, nicht weit entfernt von der Grenze. Dort soll die von US-Präsident Donald Trump geforderte Mauer gebaut werden - um Einwanderer aus dem Nachbarland fernzuhalten.

A customer at Tkilaz Mexican Restaurant Bar and Grill opted not to leave the bartender a tip; instead the diner, whose bill was $17.55, wrote: “My tip is to build the (expletive) wall now!”

Gepostet von The Midland Reporter-Telegram am Montag, 18. Februar 2019

USA: Ähnlicher Vorfall war Fake

Die Notiz des Gastes ergibt also keinen Sinn. Genau darüber regte sich Hehsus Baeza auch auf. "Wieso isst du mexikanisch und schreibst dann das?", postete er bei Facebook. Dort wurde sein Eintrag Hunderte Male kommentiert. Ein User schrieb: "Irgendwie ist es schon witzig. Ein Mann, der mexikanisch ist, aber will, dass Trump die Mauer baut."

Allerdings hatten einige Nutzer auch ihre Zweifel an der Echtheit des Zettels. Denn im vergangenen Jahr gab es eine ähnliche Geschichte. Damals behauptete ein 20-jähriger Kellner aus Texas, kein Trinkgeld bekommen zu haben, weil er Khalil mit Vornamen heiße. Auch er teilte auf Facebook ein Foto. Zu sehen war eine Rechnung, die er von Kunden zurückbekommen haben will. Darauf war sein Name eingekreist und zu lesen: "Kein Trinkgeld für Terroristen." Später stellte sich allerdings heraus, dass Khalil die Notiz selbst verfasst hatte. Zweifel an Baezas Geschichte sind also nicht ganz unbegründet.

Extrazahlung für Service: Kellner, Essenslieferanten, Paketdienst: So viel Trinkgeld gibt man in Deutschland

Quellen: Facebook / Fox News / stern

rpw