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Früher Unternehmergeist: Ganz schön gewieft: Wie ein Mädchen eine Marihuana-Verkaufsstelle für ihre Zwecke nutzte

Eine Pfadfinderin aus San Diego im US-Bundesstaat Kalifornien wollte ihre Kekse besonders schnell an den Mann bringen und fand den perfekten Verkaufsort: den Bürgersteig vor einem Marihuana-Laden.

Marihuana: Diese junge Pfadfinderin verkaufte Kekse an Kiffer

Marihuana führt zu Hunger. Das scheint sogar diese junge Pfadfinderin aus San Diego bereits zu wissen – und für sich zu nutzen.

Für Menschen wie dieses Mädchen wurde das Wort "gewieft" erfunden. 

Seit dem 1. Januar 2016 kann jeder, der über 21 Jahre alt ist und einen gültigen Lichtbildausweis mitbringt, in Kalifornien Gras kaufen. So auch bei "urbn leaf", einem Geschäft, das sich auf den Vertreib von aus medizinischen Gründen oder für den Zeitvertreib spezialisiert hat.

Jeder, der selbst schon mal gekifft hat, weiß: Der Fressflash ist real. Ob Pizza oder Gummibärchen - alles, was das Munchies-Monster besänftigen kann, ist gerne gesehen. Besonders hoch im Kurs: Kekse.

Prima, scheint sich eine junge Pfadfinderin aus San Diego im US-Bundesstaat Kalifornien gedacht zu haben und platzierte sich mit ihrem Wägelchen voll "Girl Scout Cookies" vor der "urbn leaf"-Filiale. Der Verkauf von Keksen hat bei den Girl Scouts eine jahrzehntelange Tradition. Und er lohnt sich für die Mädchen: Nicht nur, dass der Erlös wieder in die Vereinigung der Girl Scouts gesteckt wird. Wer am meisten Kekse verkauft, kann auch einen Preis gewinnen. Laut eines Berichts der GSUSA (Girl Scouts of the USA) von 2007 werden im Jahr etwa 200 Millionen Boxen Kekse verkauft.

Der Verkauf der Kekse lohnt sich für die Mädchen

Gut möglich, dass es in diesem Jahr ein paar mehr werden, denn: Allein die junge Kalifornierin verkaufte rund 300 Boxen – in unter sechs Stunden. Nicht zuletzt, weil der Laden die Aktion des Mädchens mit einem Post auf seiner Instagram-Seite befeuerte. Savannah Rakofsky von "urbn leaf" lud das Foto kurz vor ihrer Mittagspause hoch und schrieb dazu: "Holt euch heute zu eurem GSC noch ein paar Kekse und bringt eure Freunde mit!"

GSC ist eine Marihuana-Sorte, die nach den Girl Scout Cookies benannt wurde. Gegenüber der US-Seite Mashable sagte Rakofsky: "Ich glaube unseren Kunden hat die Aktion sehr gefallen." Kurz nachdem sie das Foto in den sozialen Medien teilte, sei auch ein Nachrichtenteam vorgefahren. "Lustigerweise tauchten an diesem Wochenende noch mehr Pfadfinderinnen auf, nachdem der Bericht im Fernsehen gelaufen war."

Theoretisch ist es den Girl Scouts nur an genehmigten Stellen erlaubt, ihre Kekse zu verkaufen. Die Wahrscheinlichkeit, dass hierzu ein Kifferladen zählt, ist eher gering. Aber das Mädchen umging die Regulierung clever, indem es mit seinem Wagen auf dem Bürgersteig vor dem Laden hin- und her zuckelte. Rakofsky würde sich freuen, wenn häufiger Pfadfinderinnen beim Laden vorbeischauen würden, doch: "Leider sind wir dabei nicht das Problem. Die Organisation müsste es erst genehmigen." Lukrativ wäre das Konzept auf alle Fälle.

jgs
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