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Government Shutdown: Snoop Dogg zur Haushaltssperre: "Wer Trump wählt, ist ein dummer Mother***"

Snoop Dogg ist bekannt für seine unzweideutigen gesellschaftskritischen Instagram-Videos. Diesmal wendet sich seine Wut mal wieder gegen US-Präsident Donald Trump und die vor 17 Tagen erhobene Haushaltssperre. Aber was bedeutet der Government Shutdown eigentlich?

Donald Trump und Snoop Dogg

Snoop Dogg findet klare Worte zur Haushaltssperre in den USA

Picture Alliance

Mit sehr eindringlichem und nüchternem Blick spricht Snoop Dogg ein ernstes Wörtchen mit seinen 28 Millionen Followern. Menschen, die für die Regierung arbeiten und während der Haushaltssperre nicht bezahlt werden, seien "dumme Mother***", wenn sie bei der nächsten Wahl 2020 für Donald Trump stimmen würden.

"All ihr für die Regierung Arbeitenden, die nicht bezahlt werden, die gerade f*** unfair behandelt werden. Das ist so schrecklich, und diesen dreckigen Motherf* kümmert es nicht. Also sage ich eins: Wenn die Sch*** vorbei ist, ihr alle eure Jobs wieder zurückhabt und es Zeit zum Wählen ist, wählt nicht für diesen N***. Macht es bitte nicht. Ihm ist alles sch***egal." Bei seinem vulgären Geschimpfe trägt er eine blaue Mütze mit der Aufschrift "Make America Snow Again". (Schöne Anspielung auf den laut Trump nicht existierenden Klimawandel?) Wenn Trump sich schon nicht für die Regierungsmitarbeiter interessiere, dann wohl auch nicht für alle anderen. "Also f*** Donald Trump und f*** jeden, der ihn unterstützt."

Was bedeutet der Government Shutdown?

Auslöser für die Wut von Snoop Dogg und vieler US-Bürger ist der seit 17 Tagen laufende partielle Government Shutdown. Bei einer Haushaltssperre ist das Geld alle. Wenn der Kongress sich nicht einigen kann, welche Mittel für einen Haushalt verabschiedet werden, kommt es zum Shutdown, einer Stilllegung. Das bedeutet, dass sämtliche Ämter und Behörden sowie regierungseigene Einrichtungen wie Museen und Parks geschlossen werden – damit sind rund 380.000 Bundesangestellte im Zwangsurlaub, unbezahlt. Etwa genauso viele sollen weiterhin bei der Arbeit erscheinen, unbezahlt. 

Der Grund: die Grenzmauer zu Mexiko

Der Hauptgrund des Streits sind die von Trump verlangten fünf Milliarden Dollar für seine im Wahlkampf angekündigte Mauer. Doch auch nach mehrmaligen Treffen, konnte sich nicht geeinigt werden. Erst am Freitag kündigte Trump an, der Shutdown könne noch Monate oder Jahre weitergehen. Wenn er nicht bekomme, was er wolle, würde er einen nationalen Notstand ausrufen, um sie ohne die Zustimmung des Kongresses zu bauen.

Hunderttausende starten heute in die dritte Woche ohne Bezahlung – und das für den Bau einer Mauer, der alleine aus Gründen des privaten Grundbesitzes in der geplanten Bauzone höchst unwahrscheinlich ist. Trump sagte gestern zu einer Reporterin, er könne die Lage der Regierungsangestellten, die ihre Rechnungen nicht bezahlen können, nachvollziehen. Das ist schwer zu glauben.