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Künstliche Intelligenz: Diese Seite zeigt Menschen, die es gar nicht gibt – und das ist ziemlich gruselig

Achtung: Was ihr seht, ist nicht echt. Mit künstlicher Intelligenz können Maschinen nämlich unendlich viele Fake-Gesichter erstellen. Die Ergebnisse der beeindruckenden und zugleich gruseligen Technologie zeigen die Entwickler jetzt im Netz.

Zwei Screenshots von thispersondoesnotexist.com

Was ist echt, was ist fake? Mit dem bloßen Auge ist das kaum noch zu erkennen. Die beiden abgebildeten Fotos sind fake und das Ergebnis von künstlicher Intelligenz.

Seit einigen Tagen macht eine neue Seite von "Star-Programmierer" und Entwickler Phillip Wang im Netz die Runde. Wang, der an der US-Westküste lebt und arbeitet, hat die technische Infrastruktur hinter dem Taxi-Service Uber verantwortet. Nun hat er gemeinsam mit dem Tech-Unternehmen Nvidia die Seite thispersondoesnotexist.com online gestellt. Die Seite hat keine Menüleiste, kein Impressum, keine Infos. Sie kommt komplett ohne Schrift aus. Sie zeigt "nur" die Gesichter von Menschen. Jedes Mal, wenn man die Seite neu lädt, sieht man ein neues Gesicht: Männer, Frauen und die verschiedensten Ethnien. Das Besondere an der Seite sind aber nicht die vielen verschiedenen Menschen, sondern die Tatsache, dass keine der gezeigten Personen existiert. Jede Person ist das Produkt künstlicher Intelligenz.

Was ist echt, was ist fake?

Die Funktion, die der künstlichen Intelligenz zugrunde liegt, nennt sich "Generative Adversarial Networks" (GAN) und wird als ein "neues Konzept von Maschinen-Lernen" beschrieben. Allen, die mehr darüber wissen möchten, sei dieser Link empfohlen. In einem ausführlichem Paper erklären die drei Hauptentwickler der neuen "Fake-Gesichter"-Anwendung ihre Methode – und warum, sie das Projekt durchgeführt haben. Wie Phillip Wang in der Facebookgruppe "Artificial Intelligence & Deep Learning" erklärte, hätten die Entwickler ähnliche "GAN"-Versuche auch schon mit Katzen und Autos durchgeführt.

"thispersondoesnotexist.com" – beeindruckend und gruselig zugleich

Die auf "thispersondoesnotexist.com" veröffentlichten Fotos sind einerseits beeindruckend und andererseits auch gruselig. Besonders für Online-Games könnten sie künftig hochinteressant sein. Die Technik zeigt aber ebenso: Wir können nicht mehr glauben, was wir sehen. Zu gut ist die Technik, die auch für Fake-Identitäten oder die Verbreitung von Falschnachrichten verwendet werden könnte. In der Facebookgruppe "Artificial Intelligence & Deep Learning" wird aktuell genau darüber diskutiert. Auch auf Twitter diskutieren viele User über die Chancen und die Gefahr der neuen Form von künstlicher Intelligenz.

Andere User haben sich auf die Suche nach Fehlern begeben – und sind fündig geworden. Man muss allerdings schon sehr genau hinsehen, um die Maschine zu entlarven.

Quellen: "thispersondoesnotexist.com"Facebookgruppe "Artificial Intelligence & Deep Learning" / LyrnAI

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