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Der Ton macht die Musik: Praktikantin verliert Traumjob bei der Nasa – wegen dieses Tweets

Eine junge Frau erzählte auf Twitter, dass sie ein Praktikum bei der amerikanischen Raumfahrt-Organisation Nasa ergattert hat – doch das hat Folgen.

Nasa: Frau verliert Praktikum – wegen dieses Tweets

Wegen dieser Twitter-Unterhaltung hat eine Frau ihren Job bei der Nasa verloren

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Ob das Mittagessen, der Besuch im Fitnessstudio, oder der letzte Urlaub: Heutzutage teilt fast jeder sein komplettes Leben im Internet. Auch die Amerikanerin Naomi H. wollte der Welt mitteilen, was es bei ihr Neues gibt - sie hatte nämlich ein Praktikum bei der amerikanischen Raumfahrt-Behörde   ergattert. Deshalb schrieb sie bei Twitter ohne auch nur ein Blatt vor den Mund zu nehmen: "Jeder hält jetzt verdammt noch mal die Fresse. Ich wurde für ein Praktikum bei der Nasa angenommen."

Ihre prollige Formulierung kam jedoch nicht bei allen gut an. Und so dauerte es nicht lang, bis ein gewisser Homer Hickam auf den Tweet regierte. "Language" schrieb er, was so viel wie "Achte auf deine Ausdrucksweise" heißt. Da Naomi Hickam für irgendeinen Twitter-User hielt, antwortete sie ganz ungeniert: "Lutsch meinen Schwanz und meine Eier. Ich arbeite für die Nasa."

Weg ist der Job bei der NASA

Das Problem: Homer Hickam offenbarte Naomi, dass er für die neu gegründete User Advisory Group des National Space Council arbeitet. Ein Gremium, das die Nasa überprüft. Daraufhin löschte die junge Frau den Tweet und stellte ihren Account privat. Doch das Netz vergisst bekanntlich nicht. Ein Screenshot der Unterhaltung machte schnell die Runde und ging viral – mit drastischen Folgen.

Einige Zeit später will ein User von einer sicheren Quelle erfahren haben, dass Naomi ihren Praktikumsplatz wegen der Tweets verloren haben soll: "Hey, erinnert ihr euch noch an dieses Mädchen? Ja, sie hat ihr Praktikum verloren. Ich nehme an, sie hat eine ernsthafte Lektion gelernt."

Kriegt Naomi H. eine zweite Chance?

Es folgte eine wilde Debatte. Die einen appellierten an einen verantwortungsbewussteren Umgang mit Sprache – gerade im Berufsleben. Die anderen fanden die Reaktion der Nasa völlig überzogen – und nannten Hickam sogar einen "Trottel".

Doch der soll nach eigener Aussagen gar nicht schuld daran gewesen sein, dass Naomi ihr Praktikum verloren hat. In einem Blogpost auf seiner Seite "Thoughts From Homer Hickam at Skyridge" schrieb der 75-Jährige: "Als ich das Wort Nasa in Verbindung mit dem F-Wort sah, wollte ich diese junge Person darauf hinweisen, dass sie dadurch vielleicht Schwierigkeiten bekommen könnte."

Er habe mit der ganzen Sache nichts zu tun. Zudem schrieb der ehemalige Veteran weiter, dass sich Naomi mittlerweile bei ihm entschuldigt habe – und er alles in seiner Macht Stehende tun werde, damit sie eine Stelle bekommt. "Die Verantwortlichen teilten mir mit, dass sie sich erneut bewerben darf", schrieb Hickam abschließend. Allerdings ist nicht klar, wie es um Naomis Praktikumsplatz bestellt ist.

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rpw
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