BNPB-Sprecher Abdul Muhari sagte, bislang seien acht Todesopfer bestätigt worden. 82 Menschen würden noch vermisst. Eine Bewohnerin des betroffenen Dorfes Pasirlangu schilderte der Nachrichtenagentur AFP, gegen 02.30 Uhr früh habe sie "ein Grollen gehört, wie Donner". "Es hatte seit dem Morgen unaufhörlich geregnet und dann ist es passiert", fügte die 52-jährige Oyoh hinzu, die wie viele Indonesier nur einen Namen trägt.
Nach dem Erdrutsch wurde sie mit Dutzenden weiteren Dorfbewohnern, vornehmlich Frauen und Kinder, in ein Büro der Gemeindeverwaltung in Sicherheit gebracht. Inzwischen erfuhr die Frau, dass ihr Haus unbeschadet ist. Ihre Nichte, deren Mann und zwei Kinder wurden allerdings vermisst.
Der Regierungschef von West Bandung, Ritchie Ismail, sagte vor Journalisten, Armee, Polizei und Freiwillige beteiligten sich an der Suche nach den vielen Verschütteten. Allerdings sei das Gelände weiterhin instabil. Die Rettungskräfte gruben nach eigenen Angaben per Hand nach den Verschütteten, außerdem kämen Drohnen für die Suche zum Einsatz.
Der Erdrutsch war durch heftige Regenfälle ausgelöst worden. In Indonesien kommen Überflutungen und Erdrutsche während der üblicherweise von Oktober bis März dauernden Regenzeit häufig vor.
Umwelt-Experten weisen darauf hin, dass die Zerstörung von Wäldern in Indonesien zu einer Zunahme der Katastrophen führt. Laut dem Wald-Analyseprojekt The TreeMap's Nusantara Atlas gingen 2024 in Indonesien mehr als 240.000 Hektar Urwald verloren.