Die beiden LNG-Anlagen Gorgon und Wheatstone, die Chevron zufolge mehr als fünf Prozent des weltweit gehandelten Flüssigerdgases liefern, hatten am Donnerstagmittag aufgrund von "Narelle" Ausfälle erlitten. Die Anlage Gorgon - die größere der beiden - läuft Chevron zufolge mit reduzierter Kapazität weiter. Es war zunächst unklar, in welchem Ausmaß die Lieferungen beeinträchtigt sein könnten. "Wir werden die volle Produktion an beiden Standorten wieder aufnehmen, sobald es sicher ist, dies zu tun", erklärte Chevron.
Die Anlage Gorgon unmittelbar vor der Westküste Australiens kann mehr als 15 Millionen Tonnen Gas pro Jahr fördern. Bei voller Auslastung produziert die kleinere Anlage Wheatstone fast neun Millionen Tonnen.
Woodsides Anlage Karratha bedient das riesige Gasprojekt North West Shelf, das vom Unternehmen als eine der größten LNG-Anlagen der Welt beschrieben wird. "Sollte es zu wesentlichen Auswirkungen auf die Produktion oder die Anlagen kommen, wird Woodside den Markt in Übereinstimmung mit seinen fortlaufenden Veröffentlichungspflichten informieren", erklärte Woodside.
Chevron und Woodside sind die beiden größten Erdgasproduzenten in Australien. Zusammen machen die beiden Unternehmen mehr als 15 Prozent der internationalen Erdgasexporte aus.
Australien gehört zu den größten LNG-Exporteuren der Welt und ist ein besonders wichtiger Lieferant für das stark importabhängige Japan. Das ostasiatische Land bezieht der Asia Natural Gas and Energy Association zufolge rund 40 Prozent seiner LNG-Importe aus Australien.
Der Iran-Krieg hat zu massiven Störungen der weltweiten Versorgung mit Erdöl und LNG geführt. In einigen Teilen Asiens haben sich die LNG-Preise infolgedessen mehr als verdoppelt.