Bericht: Londoner Polizei stellte tausende Beamte ohne Sicherheitsüberprüfung ein

Die britische Innenministerin Shabana Mahmood hat die Londoner Polizei kritisiert
Die britische Innenministerin Shabana Mahmood hat die Londoner Polizei kritisiert
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Die Londoner Polizei hat einem internen Bericht zufolge tausende Beamte eingestellt, ohne die nötigen Sicherheitsüberprüfungen vorzunehmen. Zwischen 2019 und 2023 seien mehr als 5000 Polizisten eingestellt worden, ohne überprüft worden zu sein, hieß es in einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht der Metropolitan Police. Dutzende Beamte begingen später dienstliche Verstöße oder Straftaten. Zwei der Beamten wurden als Serienvergewaltiger verurteilt.

Die Metropolitan Police begründete den Verzicht auf die Sicherheitsüberprüfungen mit dem erhöhten Druck, die Einstellungsziele zu erreichen. 

Das Innenministerium erklärte nach Veröffentlichung des Berichts, die Polizeiaufsichtsbehörde werde eine "dringende, unabhängige Untersuchung der Einstellungs- und Überprüfungsstandards" vornehmen. Die Abschaffung der Sicherheitsüberprüfung von Polizeibeamten sei eine Verletzung der Pflicht der "Met" gewesen, für die Sicherheit in London zu sorgen, erklärte Innenministerin Shabana Mahmood.

Die Londoner Polizei war in den vergangenen Jahren durch eine Reihe von Skandalen erschüttert worden, darunter die Verurteilung mehrerer Beamter wegen Sexualstraftaten. Ein Bericht von 2023 kam zu dem Ergebnis, dass die Metropolitan Police "institutionell" rassistisch, sexistisch und homophob sei.

AFP