Sturmtief "Elli" zieht über Deutschland hinweg und bringt neben Schnee auch Unfälle, Verspätungen und Orkanböen. Alle Entwicklungen zur Wetterlage lesen Sie im stern-Newsblog.
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor Schneefall, Eisglätte und Orkanen in Teilen Deutschlands wegen des Sturmtiefs "Elli". Der Großteil davon wird am heutigen Freitag erwartet.
Viel Neuschnee in Deutschland erwartet
"Das wird schon eine extreme Lage", sagte ein Meteorologe des DWD in Potsdam zum erwarteten Wetter. Neben viel Neuschnee warnt der DWD vor kräftigem Wind, der die lockere Schneedecke verwehen und zu größeren Behinderungen auf den Verkehrswegen führen kann.
Der stern behält für Sie die Lage im Blick. Alle aktuellen Entwicklungen im Newsblog:
Wichtige Updates
Christine Leitner
Der DWD rechnet vor allem durch Schnee, Verwehungen und Sturm weiter mit erheblichen Beeinträchtigungen im Straßen- und Schienenverkehr. Entsprechende Warnungen vor starkem Schneefall und Schneeverwehungen gelten weiterhin. Im Laufe der Nacht sollen sich die Schneefälle dann zunehmend in die Südhälfte des Landes verlagern.
Ein Mann geht beim Schneesturm an einem Hof in der Region Hannover vorbei. Julian Stratenschulte / DPA
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Christine Leitner
Im Südwesten gehen schauerartige Regenfälle am Nachmittag und Abend wieder zunehmend in Schnee über. Besonders in den Mittelgebirgen sind kräftige Schneefälle zu erwarten.
„In Staulagen können dort bis heute Abend noch 10 bis 25 Zentimeter zusammenkommen, im Schwarzwald wahrscheinlich sogar noch mehre.“DWD-Meteorologe
Gleichzeitig warnt der Deutsche Wetterdienst im Südwesten vor Sturm mit Böen von 70 bis 80 Kilometern pro Stunde, in höheren Lagen teils darüber.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Christine Leitner
Und nun die Gretchenfrage: Wie lange dauert es noch, bis sich das Wetter wieder beruhigt hat und der Alltag unbehindert weitergehen kann? Heute wird das sehr wahrscheinlich nichts mehr: Laut Deutschem Wetterdienst gibt es bis zum Abend teils kräftige Schneefälle und schwierige Verkehrsverhältnisse. Von der Nordsee bis in den Osten Deutschlands falle verbreitet Schnee, örtlich auch intensiv.
„Teilweise kommen zwei bis drei Zentimeter Neuschnee pro Stunde zusammen. Also da ist ganz ordentlicher Neuschneezuwachs.“DWD-Meteorologe
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Christine Leitner
Erstes Bundesliga-Spiel abgesagt
Schneesturm "Elli" macht der Bundesliga-Partie zwischen dem FC St. Pauli und RB Leipzig einen Strich durch die Rechnung. Das Spiel hätte morgen ab 15.30 Uhr im Stadion Millerntor stattfinden sollen. Jetzt wurde es abgesagt, berichten der Sender NDR und die "Bild"-Zeitung. Grund sind die schlechten Wetterbedingungen. Die Wege zum Millerntor-Stadion in Hamburg sowie die Ränge könnten nicht ausreichend von Schnee geräumt werden. Überdies hätte Gefahr durch Schnee und Eis auf den Stadiondächern bestanden.
Der FC St. Pauli und die Deutsche Fußball-Liga wollten eine Spielabsage zunächst nicht bestätigen.
Der FC St. Pauli und die Deutsche Fußball-Liga wollten eine Spielabsage zunächst nicht bestätigen.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Christine Leitner
Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, liebe Leserinnen und Leser, aber ich muss innerlich schon immer den Kopf schütteln, wenn ich Menschen sehe, die trotz des Schnees mit dem Fahrrad durch die Gegend düsen. Und manche machen auch von den teils eingeschneiten E-Scootern Gebrauch ... In Flensburg ist das für eine 52-Jährige leider böse ausgegangen: Sie rutschte mit ihrem E-Scooter im Schneematsch aus, als sie versuchte, nach dem Überqueren der Straße wieder auf den Gehweg zu fahren, wie die Polizei mitteilt. Bei dem anschließenden Sturz verletzte sie sich am Kopf und wurde ins Krankenhaus gebracht.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Tim Schulze
Am Flughafen Hannover kommt es vermehrt zu Flugausfällen. "Wir hatten heute Morgen drei gestrichene Abflüge. Für den Rest des Vormittags sind noch zwei weitere Abflüge gestrichen", sagt eine Sprecherin. "Die abfliegenden Maschinen heute Morgen hatten alle leichten Verspätungen" von rund 30 bis 60 Minuten."
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Tim Schulze
Die Feuerwehr bittet in einem Instagram-Post die Hamburger um Hilfe dabei, Hydrantendeckel freizuräumen. In dem geposteten Video erklärt ein Feuerwehrmann, wie es geht: Erst Ausschau halten nach Hydrantenschildern, die angeben, wie weit entfernt der nächste Hydrantendeckel ist und diesen dann von Schnee und Eis befreien. Im Brandfall wird so wertvolle Zeit gespart, da die Feuerwehr so schnell auf Löschwasser zugreifen kann.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Tim Schulze
Erste Regionalzüge stellen ihren Verkehr in Niedersachsen ein. Das Unternehmen Start Niedersachsen teilt mit, dass keine Züge mehr fahren. Start-Züge fahren unter anderem Hannover, Hildesheim, Hamburg und Bremen an. Auch die S-Bahn Hannover hat wegen des Winterwetters bereits den Betrieb eingestellt – sowohl mit Zügen als auch mit Ersatzbussen. In ganz Norddeutschland fahren zudem keine Fernverkehrszüge mehr
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Tim Schulze
Der viele Schnee bringt auch Vorteile, zum Beispiel kann man jetzt in deutschen Mittelgebirgen bestens Skilaufen und dem Wintersport frönen. Im größten hessischen Wintersportgebiet (!) ist richtig viel los. Neuschnee sorgt sowohl in Willingen als auch auf der Wasserkuppe für Winterstimmung und weiße Pisten.
Es ist was los am Zauberteppich. Die Wasserkuppe ist mit 950 Metern das größte Wintersportgebiet der Rhön und Hessens höchster Berg. Andreas Arnold, DPA
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Tim Schulze
In Bremen geben sie auf: Die Straßenbahn AG (BSAG) stellt ab sofort und bis auf weiteres den Busbetrieb in Bremen-Stadt und Bremen-Nord komplett ein. Aktuelle Fahrten werden beendet, dann rücken die Busse auf den Betriebshöfen ein, wie eine Sprecherin der BSAG mitteilt.
Die Straßenbahnhaltestelle am Hauptbahnhof in Bremen. Hier geht ab jetzt nichts mehr. Sina Schuldt, DPA
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Tim Schulze
Es bleibt chaotisch, die Bahn kapituliert weiterhin vor dem Schnee. Fahrgäste müssen sich bis auf weiteres auf erhebliche Beeinträchtigungen im Fern- und Regionalverkehr der Bahn im Norden Deutschlands einstellen. "Wie lange die Einschränkungen in Norddeutschland andauern, kann ich im Moment noch nicht sagen", sagt ein Bahnsprecher am Vormittag in Berlin. Die Lage sei sehr dynamisch, eine seriöse Prognose nicht möglich. "Ich kann nur versprechen, dass wir alles dafür tun, die Strecken schnell und sicher freizubekommen", betont er.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Tim Schulze
Der Straßenverlauf ist auf vielen Straßen durch den starken Schneefall nicht mehr zu erkennen – das führt teilweise zu gefährlichen Situationen. So verwechselt ein Autofahrer in Bremen ein Gleisbett der Straßenbahn mit der Straße. Der Wagen fährt ins Schienenbett und kommt dort am Morgen nicht mehr selbstständig heraus, wie eine Sprecherin der Polizei sagt. Der Pkw muss abgeschleppt werden. Dadurch kommt der Straßenbahnverkehr auf der Strecke zum Erliegen. Auch seien einige Glätte-Unfälle mit Blechschäden gemeldet worden. Insgesamt sei die Situation auf den Straßen aber "verhältnismäßig ruhig", sagte die Sprecherin.
Notizblock
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Christine Leitner
Zwei Tote bei Autounfall in Niederbayern
Ein Auto ist auf einer Staatsstraße bei Reisbach im Landkreis Dingolfing-Landau ins Schleudern geraten – vermutlich wegen des Winterwetters, teilt die Polizei mit. Das Fahrzeug geriet auf die Gegenspur, wo es mit einem entgegenkommenden Auto zusammenprallte. Ein Fahrer und sein Beifahrer erlitten tödliche Verletzungen, der Fahrer des anderen Wagens wurde laut Polizei schwer verletzt.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Christine Leitner
Hier gibt es für Sie noch einen schnellen Überblick über die aktuelle Wetterlage:
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Christine Leitner
Hannover liegt so gut wie still. Ganz Hannover? Nicht ganz: An der Universität dürfen mutige Studierende, Lehrende und Professoren Wintersturm "Elli" die Stirn bieten. Laut einer Sprecherin gebe es keine Vorgabe dafür, ob die Vorlesungen digital stattfinden müssen oder nicht. Die Dozenten müssen entscheiden, ob sie im Hörsaal unterrichten oder per Videocall. Auch an anderen Universitäten in Niedersachsen gilt diese Regelung. Bildung ist eben wichtig, die darf auch ein Schneesturm nicht einfach so wegpusten.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
DPA · AFP