Wer es damals selbst erlebt hat oder am Fernseher mitverfolgte, wird es wohl immer erinnern. Zum Jahreswechsel 1978/79 fiel im Norden Deutschlands – aber auch in Dänemark und Südschweden – tagelang Schnee, den Stürme zu nicht passierbaren Schneeverwehungen auftürmten. An den Küsten und auf den Flüssen blieben Schiffe in den Eisschollen stecken. Schließlich kam sogar die Bundeswehr zum Einsatz, um mit Bergepanzern die Straßen freizuräumen.
Auch auf der anderen Seite des Eisernen Vorhangs kämpften die Menschen mit dem Schneechaos. Im zuvor nassen Dezember waren die Braunkohlevorkommen der DDR mit Wasser durchtränkt worden. Die Kälte ließ die geförderte Kohle in den Waggons auf dem Weg in die Kraftwerke zu nicht verwendbaren Klumpen gefrieren. Als die Strom- und Wärmeversorgung zusammenzubrechen drohte, schickte der Otto-Versand 500 Bohrhämmer nach Ostdeutschland. Letztendlich waren es jedoch auf LKW montierte Düsentriebwerke von ausrangierten sowjetischen MiG-17, die die Kohle wieder auftauten.