Zum Wochenstart gibt es extremes Glatteis in weiten Teilen Deutschlands. Mancherorts entfällt der Präsenzunterricht. Alle Entwicklungen lesen Sie im stern-Newsblog.
Tief "Gunda" bringt Deutschland am Wochenanfang Eiseskälte und gefrierenden Regen. Der Eisregen macht den Straßenverkehr gefährlich, ortsweise gab es bereits Warnungen über Apps wie "Katwarn".
Eisregen-Unwetterwarnung: Gefahr für Leib und Leben
Der Deutsche Wetterdienst hatte eine Unwetterwarnung vor Eisregen ausgegeben, die für große Teile Deutschlands gilt.
Der stern behält für Sie die Lage im Blick. Alle aktuellen Entwicklungen im Newsblog:
Wichtige Updates
Anna Aridzanjan

Eisregen und Glatteis in Deutschland: Das ist die Lage
In weiten Teilen Deutschlands ist am Montag durch Eisregen Glatteis aufgetreten. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat eine große Teile Deutschlands betreffende Unwetterwarnung ausgegeben.
Flächendeckende Beeinträchtigungen gab es nicht – zum frühen Nachmittag sieht es so aus:
- Im Auto-, Bahn- und Flugverkehr kam es zu Einschränkungen, aber nicht zu einem Stillstand.
- Am größten deutschen Flughafen in Frankfurt am Main wurden 104 Flüge annulliert. Im Luftverkehr gab es auch an anderen Flughäfen kleinere Auswirkungen – so wurden in München 19 von insgesamt 736 Verbindungen gestrichen. Sowohl in Frankfurt am Main als auch in München hieß es aber, dass die Lage im Griff sei.
- Die Deutsche Bahn reduzierte auf der Schnellstrecke zwischen Köln und Frankfurt am Main die Geschwindigkeit und warnte Reisende, dass es zu Verspätungen und kurzfristigen Ausfällen kommen könne.
- In Sachsen entgleiste eine Regionalbahn im Osterzgebirge am Bahnhof Glashütte aufgrund von Glätte.
- Im Norden Deutschlands normalisierte sich der Zugverkehr wieder.
- An vielen Schulen fiel der Unterricht in Präsenz am Montag aus, um eine Gefährdung der Schülerinnen und Schüler auf dem Schulweg zu vermeiden.
- Das Land Brandenburg hob wie bereits zuletzt am Freitag die Präsenzpflicht an den Schulen landesweit auf. Damit dürfen die Eltern entscheiden, ob ihre Kinder am Unterricht teilnehmen.
- Das Land Mecklenburg-Vorpommern verwies darauf, dass dort die Schulen grundsätzlich geöffnet sind. Eltern können ihre Kinder mit Verweis auf die Wetterlage aber abmelden, sollten sie Schwierigkeiten haben, zur Schule zu kommen.
- Im Straßenverkehr gab es zahlreiche Unfälle durch Glätte.
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Anna Aridzanjan

Die extreme Glätte und Eiseskälte behindern in Teilen Deutschlands nicht nur den Verkehr zu Lande und in der Luft – auch zu Wasser:
Zehn Eisbrecher sind derzeit auf der Elbe im Bereich Geesthacht und Lauenburg im Einsatz. Dort seien etwa 70 bis 100 Prozent durch Treibeis bedeckt, teilweise gebe es sogenannten Eisstand, sagte ein Sprecher des zuständigen Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes der Deutschen Presse-Agentur (DPA). "Das Eis ist aber nicht dick."
Der für die Schifffahrt wichtige Bereich der Elbe zwischen Lauenburg und Geesthacht ist derzeit und voraussichtlich bis Freitag gesperrt. Unter anderem sind in dem Bereich der Elbe derzeit die Eisbrecher "Wisent", "Büffel" und "Eber".
Zehn Eisbrecher sind derzeit auf der Elbe im Bereich Geesthacht und Lauenburg im Einsatz. Dort seien etwa 70 bis 100 Prozent durch Treibeis bedeckt, teilweise gebe es sogenannten Eisstand, sagte ein Sprecher des zuständigen Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes der Deutschen Presse-Agentur (DPA). "Das Eis ist aber nicht dick."
Der für die Schifffahrt wichtige Bereich der Elbe zwischen Lauenburg und Geesthacht ist derzeit und voraussichtlich bis Freitag gesperrt. Unter anderem sind in dem Bereich der Elbe derzeit die Eisbrecher "Wisent", "Büffel" und "Eber".
Der Eisbrecher "Wisent" im Einsatz auf der Elbe. dpa
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Anna Aridzanjan

Durch Blitzeis auf der Autobahn 1 hat sich ein Sattelzug nahe Oyten im Landkreis Verden quergestellt und einen kilometerlangen Stau verursacht. Auf spiegelglatter Straße sei der Lastwagen vom "Auflieger überholt" worden, sei nach rechts von der Fahrbahn abgekommen und dann stecken geblieben, sagte ein Sprecher der Autobahnpolizei. Der Fahrer, dessen Alter zunächst nicht vorlag, blieb unverletzt.
Die Autobahn in Richtung Hamburg wurde zwischenzeitlich gesperrt, der Verkehr habe sich auf einer Länge von bis zu zehn Kilometern gestaut. Inzwischen hat sich der Stau aufgelöst, die Straßenmeisterei habe "ordentlich Salz" gestreut.
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Anna Aridzanjan

Wenn Sie doch raus auf die vereisten Wege müssen, finden Sie hier Tipps, wie Sie Stürze möglichst vermeiden:
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Anna Aridzanjan

Glätte bis zum Dienstag
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet auch für Montagabend und regional bis in den Dienstag hinein weiter Glatteisbildung auf noch gefrorenen Böden mit teils erheblicher Glätte. Im Südosten Deutschlands könnte es am Montagnachmittag regional extreme Auswirkungen geben.
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Anna Aridzanjan

Falls bei Ihnen die Mülltonne überquillt und nicht abgeholt wird: Auch daran ist womöglich der Eisregen schuld. So geschieht das etwa in der Region Hannover und im Landkreis Leer.
Eisregen und Glatteis machen dort mancherorts Mülltouren unmöglich. Bürgerinnen und Bürger sollen Abfälle bis zum nächsten regulären Abholtag auf dem Grundstück lagern. Zusatzsäcke sind kostenlos erlaubt.
Der Regen gefriert sofort auf Fahrbahnen und Fahrzeugen. Aus Sicherheitsgründen pausieren daher die Touren der Müllabfuhren, bis sich die Wetterlage entspannt. Immerhin: Die Stadt Hannover selbst ist nicht betroffen.
Eisregen und Glatteis machen dort mancherorts Mülltouren unmöglich. Bürgerinnen und Bürger sollen Abfälle bis zum nächsten regulären Abholtag auf dem Grundstück lagern. Zusatzsäcke sind kostenlos erlaubt.
Der Regen gefriert sofort auf Fahrbahnen und Fahrzeugen. Aus Sicherheitsgründen pausieren daher die Touren der Müllabfuhren, bis sich die Wetterlage entspannt. Immerhin: Die Stadt Hannover selbst ist nicht betroffen.
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Jacqueline Haddadian

Für das kommende Wochenende rechnet der ADAC mit einer entspannten Verkehrslage auf den deutschen Autobahnen. Nach Angaben des Automobilclubs vom Montag ist der Berufs- und Reiseverkehr zwischen Freitag und Sonntag verhältnismäßig gering. Größere Stauwellen seien daher nicht zu erwarten – sofern das Wetter mitspiele.
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Anna Aridzanjan

Brandenburg: Präsenzpflicht an Schulen auch für Dienstag aufgehoben
Wegen erwarteter Wetter-Extreme und einer Unwetterwarnung wegen Glätte steht es den Eltern in Brandenburg am Dienstag frei, ihre Kinder zur Schule zu schicken. Die Präsenzpflicht sei für diesen Tag ausgesetzt, teilt das Brandenburger Bildungsministerium mit. Bereits am Freitag war die Präsenzpflicht wegen eines erwarteten Schneesturms aufgehoben worden.
Und auch die Brandenburger Schulen sollen nach Angaben des Ministeriums selbst entscheiden, ob etwa der reguläre Unterricht früher endet oder wie Schüler während des Aufenthaltes an den Schulen geschützt werden.
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Anna Aridzanjan

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Anna Aridzanjan

Trotz Glatteis-Warnung: Unterricht in Hamburg geht weiter
Der Präsenzunterricht an Hamburgs Schulen findet trotz der Warnung des Deutschen Wetterdiensts (DWD) vor Glatteis durch gefrierenden Regen weiter statt. Auch die Ganztagsbetreuung an den Schulen werde fortgesetzt, teilt die Schulbehörde mit.
Im Einzelfall könnten Schulen aber auch abweichende Regelungen treffen. Eine Notbetreuung bis Klasse 6 sei aber in jedem Fall sicherzustellen.
Gleichzeitig warnt die Behörde Schülerinnen und Schüler, Eltern und schulische Beschäftigte, nach Unterrichtsschluss vorsichtig zu sein und mehr Zeit einzuplanen. Der DWD hatte zuvor erklärt, es bestehe von 13.00 Uhr an Gefahr für Leib und Leben. Er rät, einen Aufenthalt im Freien und Fahrten zu vermeiden.
dpa
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Anna Aridzanjan

Aus der Reihe "Bitte auf keinen Fall nachmachen": Ein Fahrradfahrer ist wegen des Wetters auf die Autobahn ausgewichen – ohne Licht, nur mit Handy-Taschenlampe!
Weil sein üblicher Weg zur Arbeit wegen der Schneeglätte seiner Ansicht nach nur schwer passierbar war, ist ein 22-jähriger Radfahrer am späten Sonntagnachmittag bei Flensburg auf die A7 ausgewichen. Beleuchtung hatte er nicht an seinem Rad. Der Mann nutzte zur eigenen Ausleuchtung die Taschenlampe seines Smartphones.
Der Mann war für den fließenden Verkehr kaum wahrnehmbar. Er wurde kurz vor der Abfahrt Flensburg angehalten und zur Polizeistation Handewitt gebracht.
Weil sein üblicher Weg zur Arbeit wegen der Schneeglätte seiner Ansicht nach nur schwer passierbar war, ist ein 22-jähriger Radfahrer am späten Sonntagnachmittag bei Flensburg auf die A7 ausgewichen. Beleuchtung hatte er nicht an seinem Rad. Der Mann nutzte zur eigenen Ausleuchtung die Taschenlampe seines Smartphones.
Der Mann war für den fließenden Verkehr kaum wahrnehmbar. Er wurde kurz vor der Abfahrt Flensburg angehalten und zur Polizeistation Handewitt gebracht.
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Anna Aridzanjan

Eine gute Nachricht: Tief "Gunda", verantwortlich für die derzeit glatte und frostige Wetterlage, bleibt nicht mehr lange.
"Im weiteren Wochenverlauf bleibt es leicht wechselhaft mit gelegentlichem Regen", sagt der DWD. "Gebietsweise tritt zwar Nachtfrost auf und lokal ist Glätte nicht ganz ausgeschlossen, insgesamt herrscht aber ein mildes Temperaturniveau."
"Im weiteren Wochenverlauf bleibt es leicht wechselhaft mit gelegentlichem Regen", sagt der DWD. "Gebietsweise tritt zwar Nachtfrost auf und lokal ist Glätte nicht ganz ausgeschlossen, insgesamt herrscht aber ein mildes Temperaturniveau."
Im Verlauf der Woche wird es wärmer, teilweise steigen die Temperaturen auf zweistellige Werte. Schon am Dienstag liegen die Höchstwerte tagsüber zwischen minus 1 Grad am Oderhaff und bis 13 Grad am Oberrhein.
In der Nacht zum Mittwoch sinken die Tiefstwerte auf minus 3 Grad am Alpenrand, im Westen bleibt es im Plus bei bis zu 6 Grad. Glättegefahr sieht der DWD dann nur noch an der Oder. Am Mittwoch ist der Frost erst mal vorbei: Die Höchstwerte liegen zwischen 1 Grad an der Oder und 12 Grad am Oberrhein.
In der Nacht zum Mittwoch sinken die Tiefstwerte auf minus 3 Grad am Alpenrand, im Westen bleibt es im Plus bei bis zu 6 Grad. Glättegefahr sieht der DWD dann nur noch an der Oder. Am Mittwoch ist der Frost erst mal vorbei: Die Höchstwerte liegen zwischen 1 Grad an der Oder und 12 Grad am Oberrhein.
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Anna Aridzanjan

So sieht übrigens die aktuelle Warnungskarte des Deutschen Wetterdienstes (DWD) aus.
Der DWD verlängert seine Warnungen für den Osten des Landes bis zum Dienstagmorgen: "Es besteht hohe Glättegefahr durch gefrierenden Regen und Eisansatz".
Alarmstufe Rot gilt zurzeit in Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Hessen, Bayern und Baden-Württemberg, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen sowie Teilen von Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg.
Ab Montagabend geht der Schnee zunehmend in teils gefrierenden Regen über. Auf den kalten Böden kann sich dabei verbreitet Glatteis bilden und zu erheblichen Beeinträchtigungen führen. Bis Dienstagvormittag könnte sich die Lage entspannen, dies jedoch nur sehr langsam.
Der DWD verlängert seine Warnungen für den Osten des Landes bis zum Dienstagmorgen: "Es besteht hohe Glättegefahr durch gefrierenden Regen und Eisansatz".
Alarmstufe Rot gilt zurzeit in Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Hessen, Bayern und Baden-Württemberg, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen sowie Teilen von Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg.
Ab Montagabend geht der Schnee zunehmend in teils gefrierenden Regen über. Auf den kalten Böden kann sich dabei verbreitet Glatteis bilden und zu erheblichen Beeinträchtigungen führen. Bis Dienstagvormittag könnte sich die Lage entspannen, dies jedoch nur sehr langsam.
Deutscher Wetterdienst (DWD)
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Anna Aridzanjan

Regionalbahn in Sachsen entgleist
Bei Eis und Schnee ist eine Regionalbahn im Osterzgebirge entgleist. Der Verkehrsverbund spricht von einer "witterungsbedingten Entgleisung":
Das passierte am Morgen am Bahnhof Glashütte. Die 25 Fahrgäste an Bord seien unverletzt geblieben, teilt die Bundespolizei mit. Die Strecke ist gesperrt. Die Polizei ermittelt zur Unglücksursache.
Laut Bundespolizei sprang der Triebwagen komplett aus den Gleisen. Auch die erste Achse des zweiten Wagens sei entgleist. Zum Zeitpunkt des Vorfalls herrschten winterliche Bedingungen mit Eis und Schnee.
Das passierte am Morgen am Bahnhof Glashütte. Die 25 Fahrgäste an Bord seien unverletzt geblieben, teilt die Bundespolizei mit. Die Strecke ist gesperrt. Die Polizei ermittelt zur Unglücksursache.
Laut Bundespolizei sprang der Triebwagen komplett aus den Gleisen. Auch die erste Achse des zweiten Wagens sei entgleist. Zum Zeitpunkt des Vorfalls herrschten winterliche Bedingungen mit Eis und Schnee.
Robert Michael/dpa
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Anna Aridzanjan

Wer dank Glatteis aktuell auf den Gehwegen herumrutscht, fragt sich sicher: Wer haftet eigentlich, wenn der Bürgersteig nicht gut geräumt wurde? Eine Antwort gibt es hier:
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DPA · AFP