Von der Haftstrafe gilt demnach ein Monat wegen überlanger Verfahrensdauer als bereits vollstreckt. Laut Anklage rechnete der 27-Jährige zwischen März und Dezember 2022 in einem Coronatestzentrum in Hannover eine stark überhöhte Zahl von Testungen gegenüber der Kassenärztlichen Vereinigung ab. Demnach soll er für sein Testzentrum mehr als 1,6 Millionen Euro erhalten haben, obwohl die abgerechneten Leistungen nicht in diesem Umfang erbracht wurden.
Allein in den Monaten Juli bis September 2022 habe er für rund 70.000 angesetzte Testungen mehr als 628.000 Euro ausgezahlt bekommen. Ausgangspunkt der Ermittlungen war laut Gerichtsangaben eine Geldwäscheverdachtsmeldung. Demnach soll der Angeklagte die ausgezahlten Beträge unter anderem für Luxusgüter, Autovermietungen und Hotelaufenthalte verwendet haben.