Die Bundesnetzagentur führt Stichproben durch und prüft Produkte etwa auf fehlende CE-Kennzeichnungen oder Angaben zum verantwortlichen Unternehmen. Häufig werden laut Behörde zudem technische Probleme wie die Überschreitung von Störaussendungsgrenzwerten festgestellt. Der Zoll zieht die Netzagentur bei verdächtigen Warensendungen hinzu.
Im Online-Handel stießen die Prüfer demnach auf 1266 auffällige Angebote - etwas weniger als im vergangenen Jahr. Die Stückzahl betroffener Einzelgeräte lag mit fünf Millionen aber bedeutend höher als im Vorjahr. Ein großer Anteil betraf laut Netzagentur Smartwatch- und Funkgerätemodelle. Viele angebotene Smartwatches etwa dürften nach EU-Recht nicht verkauft werden, "weil diese eine Blutzuckermessung anbieten, die jedoch nur simuliert ist".
Im stationären Einzelhandel überprüfte die Behörde gut 2100 Gerätetypen, 58 Prozent von ihnen hielten die Vorgaben nicht ein. In der Folge wurden 1,9 Millionen Geräte aus dem Verkehr gezogen. So fiel ein Wechselrichter für Batteriespeicher bei Photovoltaikanlagen auf, der erhebliche Störsignale aussendete. "Bei so einem Fall besteht das Risiko, dass unter anderem IP-Dienstprodukte wie Heimrouter im nahen Umfeld gestört werden", erklärte die Behörde.
Der Zoll meldete der Bundesnetzagentur 8202 verdächtige Warensendungen - deutlich mehr als 2024 mit 5005. 89 Prozent der Sendungen erhielten dann tatsächlich keine Freigabe, dadurch durften 359.000 Geräte nicht eingeführt werden.