Bei Durchsuchungen wegen Internetkriminalität in Deutschland und Frankreich haben Ermittler drei Menschen festgenommen. Der mutmaßliche Haupttäter kam in Untersuchungshaft, wie die Polizei im baden-württembergischen Reutlingen am Mittwoch mitteilte. Sie sollen Teil einer Bande sein, die einen Schaden von etwa einer Million Euro verursacht haben soll.
Als Haupttäter gilt ein 36-Jähriger aus Frankreich. Die anderen Festgenommenen sind zwei 42-Jährige aus Rheinland-Pfalz. Sie wurden später wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Durchsuchungen fanden am Dienstag statt. Die Einsatzkräfte beschlagnahmten Vermögen im hohen sechsstelligen Bereich.
Gegen die Bande wird seit Jahren ermittelt. Mit Phishingmails sollen die Täter an Zugangsdaten für Onlinebanking und Mobilfunkkonten der in Deutschland lebenden Opfer gekommen sein. Mit Manipulationen sollen sie Verifizierungsverfahren umgangen haben, so dass den Opfern die Abbuchungen von den Konten zunächst nicht auffielen. Die Gruppe sei hochprofessionell und arbeitsteilig vorgegangen.