Greenpeace sieht in den Ergebnissen einen Hinweis auf ein "geringes Vertrauen junger Menschen in die Politik zur Bewältigung einer wesentlichen Herausforderung". Das könne langfristig der Demokratie schaden, warnte der Leiter des Greenpeace-Bildungsteams, Dietmar Kress. Nötig seien daher verbindliche Mitspracherechte für junge Menschen, nachvollziehbare Entscheidungsprozesse in den Bereichen, die junge Menschen beträfen sowie ein gut ausgestatteter Bildungssektor.
Das Nachhaltigkeitsbarometer zeigt laut der Umweltschutzorganisation zugleich, dass das Thema Umwelt zwar nach wie vor eine große Rolle für die jungen Menschen spielt - zugleich aber soziale Sorgen an Relevanz gewinnen. Dazu gehören etwa die Lebenshaltungskosten, die mittlerweile für 29 Prozent der Befragten ein wichtiges Thema darstellen, während sie in vorangegangenen Studien nicht auftauchten. Für 16,5 Prozent spielt mittlerweile auch das Thema Demokratiekrise eine Rolle.
Das Barometer zeige eine "deutliche Verschiebung der wahrgenommenen Bedeutung von ökologischen Nachhaltigkeitsaspekten zu sozioökonomischen Themen", heißt es in der Studie. Hier müsse die Politik handeln.
Für die Studie wurden im Juni vergangenen Jahres im Auftrag von Greenpeace 1506 junge Menschen durch das Institut Aris befragt. Für die Bevölkerungsgruppe der 15- bis 24-Jährigen ist die Befragung demnach repräsentativ.