Wahlen
SPD verliert Schweriner OB in Stichwahl an CDU

Der CDU-Politiker Sebastian Ehlers hat der SPD das Amt des Oberbürgermeisters von Schwerin abgejagt. (Archivbild) Foto: Jens Büt
Der CDU-Politiker Sebastian Ehlers hat der SPD das Amt des Oberbürgermeisters von Schwerin abgejagt. (Archivbild) Foto
© Jens Büttner/dpa

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Der Vorsprung auf die Kandidatin von SPD und Linken war allerdings nicht sehr groß. Deutlicher siegte in Wismar in der Stichwahl der SPD-Mann Frank Junge über Manuela Medrow von der AfD.

Der CDU-Kandidat Sebastian Ehlers hat die Stichwahl zum Oberbürgermeister von Schwerin gewonnen. Auf ihn entfielen 54 Prozent der Stimmen. Seine Kontrahentin Mandy Pfeifer, die als Gemeinschaftskandidatin von SPD und Die Linke angetreten war, erhielt 46 Prozent. "Die Schwerinerinnen und Schweriner haben heute ein klares Zeichen für den Aufbruch gesetzt", teilte Ehlers mit. "Ich freue mich darauf, die Ärmel hochzukrempeln und gemeinsam mit der Stadtvertretung die drängenden Aufgaben anzupacken."

Ehlers ist bisher Landtagsabgeordneter. In der Schweriner Kommunalpolitik war er zuletzt als Stadtpräsident aktiv. Nun tritt er die Nachfolge des Ende 2025 vorzeitig als OB zurückgetretenen SPD-Politikers Rico Badenschier an.

Badenschier hatte neun Jahre an der Spitze der knapp 100.000 Einwohner zählenden Landeshauptstadt gestanden. Er war unter anderem wegen schwerwiegender Differenzen mit der Stadtvertretung vorzeitig gegangen.

Klarer Sieg für SPD-Mann Frank Junge in Wismar

In Wismar setzte sich in der Stichwahl der SPD-Bundestagsabgeordnete Frank Junge klar gegen Manuela Medrow von der AfD durch. Junge bekam 68,2 Prozent der Stimmen, die AfD-Frau nur 31,8 Prozent. 

Ein deutlicher Sieg von Junge war erwartet worden, nachdem Medrow in der ersten Runde der Bürgermeisterwahl vor zwei Wochen nur 20,5 Prozent bekommen hatte. Junge erhielt damals mit 42,1 Prozent gut doppelt so viele Stimmen wie Medrow.

Junge folgt im Amt des Bürgermeisters dem ebenfalls der SPD angehörenden Thomas Beyer nach. Beyer war nach 16 Jahren an der Verwaltungsspitze der rund 44.000 Einwohner zählenden Stadt nicht wieder angetreten.

dpa