Nach einem russischen Angriff in der Nacht zum Dienstag war bei fast der Hälfte der Wohnungen in Kiew bei zweistelligen Minusgraden Strom und Heizung ausgefallen. "Die Temperatur liegt bei fast minus 20 Grad und Putin nutzt dies, um den Widerstand zu brechen", kritisierte Klitschko.
Am 9. Januar hatte die russische Armee ihren bislang heftigsten Angriff auf die Energieinfrastruktur der ukrainischen Hauptstadt ausgeführt. Zahlreiche Kiewer hatten tagelang keinen Strom. In einem außergewöhnlichen Appell hatte Bürgermeister Klitschko die betroffenen Bürger aufgerufen, die Stadt nach Möglichkeiten vorübergehend zu verlassen.
Nach dem russischen Angriff in der Nacht zum Dienstag wiederholte Klitschko seinen Aufruf. Um die Belastung des Energienetzes der Stadt zu verringern, sollten alle, die Zugang zu einer Unterkunft außerhalb der Stadt hatten, diese nutzen.
Russland greift die ukrainische Energieinfrastruktur immer wieder mit Drohnen und Raketen an. Kiew und viele weitere Städte sind dadurch oft in Dunkelheit getaucht. Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte am Freitag den Energie-Notstand für die Hauptstadtregion ausgerufen.