Lauterbach ergänzte, einzelne Fälle werde es immer geben. "Aber eine schnelle Verbreitung ist derzeit nicht zu befürchten." Zuvor hatte sich bereits die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ähnlich geäußert - das Risiko für die Allgemeinbevölkerung sei "absolut gering".
An dem Virus starben bislang drei Menschen, darunter auch eine Deutsche. Das Hantavirus wird in der Regel von Nagetieren auf den Menschen übertragen. Nur bei dem in Südamerika vorkommenden Virustyp ist auch eine Übertragung von Mensch zu Mensch möglich.
Das betroffene Kreuzfahrtschiff "Hondius" traf unterdessen vor Teneriffa ein. An Bord befinden sich knapp 150 Menschen, die nun unter hohen Sicherheitsvorkehrungen in ihre Heimatländer ausgeflogen werden sollen. Auch wenn keiner der Menschen an Bord derzeit Symptome hat, gelten sie laut WHO aufgrund der langen Inkubationszeit des Hantavirus als "Hochrisikokontakte".