Louvre-Museum in Paris wegen Streiks erneut geschlossen

Louvre im Gegenlicht
Louvre im Gegenlicht
© AFP
Das wegen eines spektakulären Diebstahls in die Kritik geratene Louvre-Museum in Paris hat wegen eines Streiks erneut geschlossen. Knapp 350 Beschäftigte stimmten nach Gewerkschaftsangaben am Montag für eine Fortsetzung des kurz vor Weihnachten begonnenen Streiks, um gegen die Arbeitsbedingungen zu protestieren. Es ist das zweite Mal seit Dezember, dass das Museum wegen des Streiks komplett geschlossen bleibt. An früheren Streiktagen hatte es mehrfach teilweise geöffnet. 

Die Gewerkschaften bemängeln mangelnde Fortschritte bei den Verhandlungen mit dem Kulturministerium. Sie protestieren gegen das ihrer Ansicht nach zu geringe Aufsichtspersonal und gegen die Verzögerung von Renovierungsarbeiten. 

Im Oktober hatten vier Männer mit schlichten Mitteln - einem Lastenaufzug und Trennschleifern - einen Teil der französischen Kronjuwelen im Wert von 88 Millionen Euro gestohlen. Die Täter sitzen in Untersuchungshaft, die gestohlenen Juwelen bleiben verschwunden.  

Von Mittwoch an erhöhen sich im Louvre die Eintrittspreise für Nicht-EU-Ausländer. Ohne Ermäßigung klettern sie von 22 auf 32 Euro, um die anstehenden Arbeiten zu finanzieren. Die Gewerkschaften protestieren dagegen, weil es in ihren Augen eine Diskriminierung der Besucher darstellt. 

Im vergangenen Jahr besuchten gut neun Millionen Besucher das weltberühmte Museum - der zentrale Eingang durch die Glaspyramide ist für weniger als die Hälfte ausgelegt. Etwa 73 Prozent der Besucher stammten aus dem Ausland, davon wiederum 40 Prozent aus Nicht-EU-Ländern.

AFP

Mehr zum Thema