"Kostenfreie Termine zur Verfügung zu stellen, ohne dafür am Ende auch Geld zu bekommen - das würde man auch in keiner anderen Berufssparte erwarten", fügte Johna hinzu. Das gelte auch bei den Krankenhäusern, bei denen viele bereits finanziell am Limit seien.
Johna kritisierte, dass in einer Phase, in der viele Reformen anstehen, dem System gleichzeitig finanzielle Mittel entzogen würden. "Das ist letztlich ein Stresstest ohne Sicherheitsnetz", sagte Johna. Der Grund für das fehlende Geld im System seien nicht hohe Gehälter, sondern dasss seit vielen Jahren versicherungsfremde Leistungen durch die gesetzlichen Krankenkassen abgedeckt würden.
Geld könne bei der Bürokratie eingespart werden. Die Kassenärztlichen Vereinigungen und die Deutsche Krankenhausgesellschaft hätten Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) Sparvorschläge gemacht. Diese seien "leider weder kommentiert noch aufgenommen" worden, kritisierte Johna.