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NATO gegen Verhandlungen mit Gaddafi "Wir wollen Taten anstatt Worte sehen"


Die NATO ist nicht zu einem Gespräch mit dem libyschen Machthaber Muammar al Gaddafi bereit. Der hatte zuvor seine Bereitschaft zu verhandeln signalisiert. Einen Rücktritt schloss er jedoch von vornherein aus.

Die NATO hat ein Angebot von Libyens Machthaber Muammar el Gaddafi zu Verhandlungen zurückgewiesen. "Wir wollen Taten, nicht Worte sehen", sagte ein Vertreter der Militärallianz am Samstag der Nachrichtenagentur AFP. Die NATO werde ihre Einsätze fortsetzen, bis sämtliche Truppen Gaddafis in ihre Stützpunkte zurückgekehrt seien, ihre Angriffe auf Zivilisten beendet hätten und ein sicherer und dauerhafter Zugang für Hilfslieferungen zu den Hilfsbedürftigen gesichert sei. "Wir werden den Druck aufrecht erhalten, bis das UN-Mandat erfüllt ist", sagte der Vertreter.

Gaddafi hatte zuvor gesagt, er sei bereit, ohne Vorbedingungen mit Frankreich und den USA zu verhandeln. Zugleich bezeichnete er die Rebellen als "Terroristen", die aus Algerien, Ägypten, Tunesien und Afghanistan kämen. Einen Machtverzicht schloss er erneut aus: "Ich habe keine offizielle Funktion, von der ich zurücktreten kann. Ich werde mein Land nicht verlassen, und ich werde hier bis zum Tod kämpfen", sagte Gaddafi. Der oppositionelle Nationale Übergangsrat in Bengasi schloss Verhandlungen mit Gaddafi aus und betonte, dieser habe keine Rolle mehr für die Zukunft des Landes zu spielen.

Die Nato, die seit dem 31. März die Operation der internationalen Gemeinschaft in Libyen anführt, hat bislang fast 4400 Einsätze über dem Land geflogen, davon gut 1800 Bombardements. Die Militärallianz hat sich zum Ziel gesetzt, auf der Basis der Resolution 1973 des UN-Sicherheitsrates in Libyen die Flugverbotszone sowie die Einhaltung des Waffenembargos zu überwachen und die Zivilbevölkerung zu schützen.

DPA/AFP DPA

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