Dem 63-Jährigen wurde vorgeworfen, gesondert Verfolgte vor Ermittlungen gegen sie gewarnt zu haben. Unter anderem soll er im September 2020 gemeinsam mit zwei weiteren Beteiligten von einem Betreiber einer Cannabisplantage in Mönchengladbach Schweigegeld gefordert zu haben.
Dabei habe er Polizeifotos aus der Akte des Betreibers gezeigt und ihm gegenüber angegeben, dass das Bundeskriminalamt (BKA) ihm auf der Spur sei. Er verlangte 80.000 Euro sowie anschließend monatlich 10.000 Euro, damit er das BKA hinhalte. Zahlungen des Plantagenbetreibers erfolgten letztlich nicht.
Statt ein Ermittlungsverfahren einzuleiten, sollen der Beamte und seine Komplizen den Betreiber unter Druck gesetzt haben, unter anderem durch veranlasste Polizeikontrollen und E-Mails an Kollegen, die auf mögliche Straftaten des Betreibers aufmerksam machten. Auch hiernach erfolgten keine Zahlungen.