Auch gezielte Angriffe auf die kritische Infrastruktur nahmen laut dem am Mittwoch veröffentlichten Lagebild Linksextremismus des nordrhein-westfälischen Verfassungsschutzes zu. Dazu zählen etwa Sabotageakte an Bahnstrecken, Stromleitungen und Anlagen großer Unternehmen. Insgesamt wurden 2025 sechs Angriffe auf die Infrastruktur der Bahn registriert - gegenüber zwei im Vorjahr.
Wie andere Extremisten nutze auch die linksextremistische Szene soziale Medien, gemeinsame Aktionen und ein "Lifestyle-Image", um vor allem Jugendliche zu gewinnen, hieß es weiter. Die Szene werde zudem "vielfältiger" und reiche von Linksextremismus in Parteien über kommunistische Kleingruppen bis zu autonome Szenen.
Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) erklärte, die Gewaltbereitschaft im Linksextremismus habe deutlich zugenommen. "Die Taten werden brutaler, professioneller, persönlicher", betonte er. Begleitschäden würden dabei "im Namen eines vermeintlich höheren Ziels in Kauf genommen". Die Sicherheitsbehörden hätten "alle Feinde unserer Demokratie im Blick", fügte Reul hinzu.