KI als Finanzhelfer
Was die Deutschen davon halten

KI oder Mensch: Wem vertrauen die Deutschen bei den Finanzen mehr?
KI oder Mensch: Wem vertrauen die Deutschen bei den Finanzen mehr?
© iStock via Getty/pcess609

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Die KI kann sich um Gelddinge kümmern, etwa bei der Anlage. Aber wie offen stehen die Deutschen der KI als Finanzberater gegenüber?

Mittlerweile ist die Künstliche Intelligenz (KI) in vielen Bereichen des Lebens zu finden, auch im Finanzsektor. Aber würden sich die Deutschen in Geldangelegenheiten von einer KI beraten lassen? Oder stehen sie der Technologie diesbezüglich eher kritisch gegenüber? Dieser Frage ist der Digitalverband Bitkom in einer kürzlich veröffentlichten Erhebung nachgegangen. Im Auftrag des Verbands wurden 1.004 Personen in Deutschland ab 16 Jahren befragt.

Mehr als die Hälfte der Menschen sieht eine Chance

Grundsätzlich bewerten mehr Befragte den Einsatz von KI im Finanzbereich positiv als negativ. 17 Prozent betrachten die Möglichkeiten überwiegend als Chance, 39 Prozent eher als Chance. Insgesamt 56 Prozent waren also eher positiv gestimmt. Auf der anderen Seite sind es nur elf Prozent, die einen KI-Finanz-Einsatz überwiegend als Risiko betrachten. 29 Prozent sehen eher ein Risiko.

Zwischen den Altersgruppen zeigen sich deutliche Unterschiede. Jüngere Menschen stehen neuen Technologien oft offener gegenüber. Entsprechend sehen 68 Prozent der 16- bis 29-Jährigen im Einsatz von KI im Finanzbereich eher eine Chance, nur 29 Prozent eher ein Risiko. Bei den Befragten ab 65 Jahren kehrt sich das Bild um: Nur 35 Prozent bewerten KI in Finanzfragen positiv, während 59 Prozent eher Risiken sehen.

Die Wahrnehmung, ob der Einsatz von KI bei Finanzen Chancen oder Risiken verspricht, spiegelt allerdings nicht automatisch die Bereitschaft wider, Künstliche Intelligenz tatsächlich in diesem Bereich zu nutzen. 27 Prozent können sich demnach vorstellen, einer KI einen großen Teil der Entscheidungen bei den Finanzen zu überlassen, 49 Prozent lehnen jedoch grundsätzlich eine diesbezügliche Nutzung ab.

KI verändert die Branche, schürt aber auch Ängste

"KI verändert die Finanzbranche schon jetzt und langfristig dürfte es keine Bank geben, die auf KI verzichtet", wird Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst in einer Pressemitteilung zitiert. Viele Menschen müssten vom "Nutzen einer Finanz-KI aber noch überzeugt werden". Bei Finanzen handle es sich um "eine Vertrauensfrage", weshalb "KI-Anwendungen gerade hier transparent, sicher und in ihren Aussagen nachvollziehbar sein" müssten.

30 Prozent der Befragten glauben, dass ihnen Finanzdinge von einer KI besser als von einem Menschen erklärt werden können. Vielleicht deshalb vertrauen 24 Prozent auch einer KI-Finanzberatung mehr als einer menschlichen. Genau ein Viertel hat bereits eine Künstliche Intelligenz genutzt, um sich einen entsprechenden Rat einzuholen. Viele bleiben bislang aber vorsichtig, denn 62 Prozent machen sich den Angaben nach wegen KI größere Sorgen um möglichen Betrug.

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